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Samstag, 15.05.2021

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BMW M3 und M4 Coupé: Es lebe der Sport

Neue M-Modelle – Dreiliter-Sechszylinder – Bis zu 510 PS – Preise ab 82.500 Euro – Marktstart im Mär - 24.03.2021 18:49 Uhr

Der aktuelle 3er ist bereits seit zwei Jahren auf der Straße, jetzt folgen die extrastarken M-Versionen.

24.03.2021 © Hersteller


Da stehen sie nun vor uns, die starken Racer: Der M3 einerseits und das M4 Coupé andererseits. Bullige Optik im "Race Car Look", auffällig nicht nur von vorn, sondern auch in der Heckansicht, hier fallen die vier mächtigen Endrohre der Auspuffanlage ins Auge. Die Inneneinrichtung zeigt den stilvollen "M-Carbon"-Trimm, die Armaturen wirken ebenso beeindruckend wie das spezielle Lenkrad.

Als „Competition“ noch stärker

Zunächst ist aber das Einfädeln in die straff gepolsterten Sitzschalen angesagt, die jetzt zehn Kilo weniger wiegen als beim Vorgänger. Startknopf drücken, der Motor brüllt auf. Je nach Ausführung sind 353 kW/480 PS oder gar 375 kW/510 PS geboten, letzteres im "Competition"- Modell, das obendrein brachiale 650 Newtonmeter Drehmoment produziert, gegenüber dem Vorgänger bedeutet das ein Plus von 100 Newtonmetern. In sagenhaften 4,2 beziehungsweise 3,9 Sekunden schnellt die Tachonadel von Null auf Tempo 100. Oha, Nacken und Rücken lassen grüßen!

Erst bei 290 km/h soll Schluss sein mit der Performance, aber das steht heute nicht auf dem Plan. Wir lassen die Achtgangautomatik schalten, auf Wunsch liefert BMW auch ein manuelles Getriebe. Auf die Waage bringt der M4 Competition mit der leichteren Carbon-Bremse rund 1670 Kilo. Ausstattungsbedingt soll das Auto um gut 50 Kilo zulegt haben. Gewichtszunahmen haben die M-Spezialisten nicht so gern, aber allein zwölf Kilo entfallen auf zusätzliche Versteifungsstreben.

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Power-Duo: BMW M3 und M4 Coupé

Wo bei BMW "M" draufsteht, ist Motorsportliches drin: Das Gütesiegel kennzeichnet die extrastarken Versionen der Serienmodelle. Und so bringen es der neue M3 und das M4 Coupé auf ein stattliches Leistungsniveau: Ihr Dreiliter-Sechszylinder setzt bis zu 510 PS frei, für den Sprint von 0 auf 100 km/h braucht es keine vier Sekunden. Das prädestiniert für Rundkurs und Slalomgasse. Aber das sportliche Duo ist auch alltagstauglich.


Aber jetzt erst mal ab auf den kleinen Renn-Kurs, der uns die extrem steife Karosseriestruktur, die rasante Beschleunigung und die zupackenden Bremsen vor Augen führt. Einstellbar sind unter anderem drei Fahrstufen: "Comfort", "Sport" und, für den Profi, "Sport Plus". Probieren wir, ebenso wie das DSC mit Dynamik-Modus und neuer, zehnstufiger Traktionskontrolle.

Optionales Race-Paket

Zum Austesten des "M-Drift-Analysers" kommt der Autor dieser Zeilen dann nicht mehr. Immerhin gelingt es auf dem Nasskreisel ein bisschen, den Hammer-BMW ausschließlich mit dem Gaspedal zu lenken - wenigstens eine knappe Runde lang. Optional kann sogar ein "Race-Paket" geordert werden, vor allem von denjenigen, die gern auf Rennstrecken wie der Nürburgring-Nordschleife ihre schnellen Runden drehen. Heute bleibt die entsprechende Teststation außen vor, aber alles, was sich sonst mit dem Muskeltypen auf dem stillgelegten Flugplatz Maisach nahe München erfahren lässt, begeistert tatsächlich – ob es über den Rundkurs oder durch die Pylonengasse geht, ob Slalomabschnitt, Nasskreisel oder Rennstart absolviert werden.

Auch das Coupé vom 3er bekommt das M-Gütesiegel und wird so zum M4.

24.03.2021 © Hersteller


Verbrauch? Nun ja: 10,2 l/100 km im Mix sind einzukalkulieren, das entspricht beim M3 Competition immerhin einer CO2-Emission von  234 g/km.

Auch preislich haben es die neuen M-Modelle in sich, egal, ob es um den viertürigen M3 (ab 82.500 Euro) geht oder um das M4 Coupé (ab 84.000 Euro). Für den stärkeren "Competition" fallen jeweils 7000 Euro Zuschlag an. Das "Track"-Paket mit Carbon-Bremse, Trackreifen (bis 20 Zoll möglich), Schalensitzen und einer von 250 auf 290 km/h erhöhten Topspeed kostet schlappe 15.109 Euro.

Das Interieur präsentiert sich nicht minder sportlich als das Exterieur.

24.03.2021 © Hersteller


Alltagstauglich sind die "M-Granaten" allemal, nicht nur wegen des 440 beziehungsweise, beim M3, 480 Liter großen Gepäckabteils. Die starken Bayern werden erneut ihre Fan-Gemeinde finden, vor allem in den USA, wo die M-Modelle zuletzt 30 Prozent des Absatzes ausgemacht haben. Die M-Motorsportabteilung macht den BMW Freude: Das vergangene Jahr hat sich trotz aller Widrigkeiten als das erfolgreichste erwiesen, 144.000 Einheiten konnten abgesetzt werden.

Allrad, Cabrio und Kombi

Weitere Power-Varianten hat BMW M schon in der Pipeline: Ab Sommer folgen dem heckgetriebenen M3 und M4 die Allradversionen. Voraussichtlich im Herbst soll dann das M-Modell vom Vierer-Cabrio und der M3 als Kombi "touring" folgen. 

Ingo Reuss

BMW M3 und M4 Coupé in Kürze:

Wann sie kommen: Auslieferung ab März 2021

Wen sie ins Visier nehmen: Audi RS4, Mercedes C 43 AMG

Was sie antreibt: Dreiliter-Reihensechszylinder-Benziner mit 353 kW/480 PS und 375 kW/510 PS

Was sie kosten: M3 ab 82.500 Euro, M4 Coupé ab 84.000 Euro.

Was noch folgt: Allradversionen, Cabrio, Kombi M3 touring

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