Preise ab 11.990 Euro

Dacia Duster: Modellpflege für das Schnäppchen-SUV

15.9.2021, 17:51 Uhr
Der Duster kommt von Renaults Budgetmarke Dacia, Kunden können sich somit auf ausgereifte Technik verlassen.

Der Duster kommt von Renaults Budgetmarke Dacia, Kunden können sich somit auf ausgereifte Technik verlassen. © Hersteller

Auf vielen Märkten ist der Duster der Inbegriff eines wirtschaftlichen, aber technisch simpel gestalteten Crossovers im Kompaktsegment. Eine spezielle Klientel weiß das zu schätzen, denn seit Produktionsbeginn verkauft sich der Duster blendend - fast zwei Millionen Einheiten hat Dacia inzwischen gebaut. Aber auch ein robustes und praktisches Gefährt muss mal überarbeitet werden, wobei sich stärkere Eingriffe in die Linienführung wie bei praktisch allen SUVs weitgehend verbieten. Die konstante Formensprache bewährt sich nicht zuletzt beim Wiederverkaufswert.

Erschwingliche Preise

Bei der Auffrischungskur für den Duster geht es deshalb eher um mehr Vernetzung und Assistenz. Gut beim neuen Modell: Nicht nur die Proportionen, sondern auch die erschwinglichen Preise bleiben. Als nur in der Basisstufe "Access" erhältlicher TCe90 2WD mit 67 kW/90 PS starkem Einliter-Benziner steht der Duster für günstige 11.990 Euro in der Liste. Der Dreizylinder überträgt per Schaltgetriebe 66 kW/90 PS auf die Vorderräder.

Der Duster wird in Rumänien produziert.

Der Duster wird in Rumänien produziert. © Hersteller

Über dem Einstiegsmotor hat Dacia den 1,3-Liter-Turbobenziner mit 130 PS und Schaltgetriebe angesiedelt. Überzeugend tritt allerdings erst die von uns gefahrene 110 kW/150 PS-Version an; bedauerlicherweise ist sie die einzige Motorisierungsvariante, die mit der Sechsgangautomatik DCT zusammenarbeitet. Zu den Fahrleistungen: Den Sprint auf Tempo 100 absolviert das 4,34-Meter-Fahrzeug in 9,7 Sekunden, die Spitze stellt sich bei knapp 200 km/h ein.

Fährt auch mit Flüssiggas

Für Spritsparer hat Dacia den TCe 100 Bi-Fuel in der Palette, der künftig einen größeren LPG-Tank mitführt: 49,8 Liter sind für Flüssiggas vorgesehen, dazu 50 Liter für Benzin; der Motor leistet 74 kW/101 PS. So kommt der ausschließlich über die Vorderräder angetriebene und immer mit manuellem Sechsgangschalter ausgestattete ECO-G 100 auf eine um nunmehr rund 250 Kilometer verlängerte Reichweite; insgesamt geben die Franzosen sogar bis 1235 Kilometer an. Die Gas-Version kann ab 13.190 Euro geordert werden.

Weil das Smartphone via Apple CarPlay oder Android Auto eingebunden wird, geht es auch ohne werksseitig verbautes Navi.

Weil das Smartphone via Apple CarPlay oder Android Auto eingebunden wird, geht es auch ohne werksseitig verbautes Navi. © Hersteller

Für die weiterhin gerade in Frankreich und in Südeuropa starke Diesel-Gemeinde steht ein sparsamer Selbstzünder mit 85 kW/115 PS parat, der ab 15.590 Euro zu haben ist; mit Allradantrieb und adaptiver Bergabfahrhilfe kostet der dCi 4WD allerdings 19.990 Euro, dann aber mit umfangreicher Ausstattung.

Zum Verbrauch: Der Basis-Benziner wird genormt mit 5,6 Liter auf 100 Kilometer angegeben. Auf ersten Testfahrten - überwiegend auf Landstraßen - waren es rund sieben Liter. Beim Duster 150 mit DCT, der laut Norm 6,2 l/100 km (141 g/km CO2) konsumiert, zeigte der Bordcomputer nur 6,7 l/100 km an.

Auf Wunsch mit Allradantrieb

Die Einstiegspreise der stärkeren und besser ausgestatteten Modelle, insbesondere in der hohen Stufe "Prestige", reichen - ebenso wie die der mit Allrad ausgerüsteten „echten“ SUV-Versionen - bis knapp über 20.000 Euro. Zusätzlich können weitere kostenpflichtige Details geordert werden, was viele Duster-Fans durchaus schätzen. Zum Beispiel hat der Kunde Zugriff auf den schlüssellosen Zugang, eine digitale Klimatisierungsanzeige und beheizbare Vordersitze.

Äußerlich ändert sich beim aufgefrischten Duster nicht allzu viel: Front und Heck werden im Design den Sandero-Modellen angepasst, dazu zählen neue Scheinwerfer, Y-förmige Tagfahrlichter und ein verchromter Kühlergrill. Serienmäßig kommt der Duster jetzt mit LED-Abblendlicht und LED-Blinkern daher. Der modifizierte Heckspoiler und strömungsgünstige Alufelgen (16- und 17-Zoll) sollen helfen, den Verbrauch zu senken. Je nach Ausstattung wirkt die breite untere Frontspange schick wie aus Metall (und damit aufwändiger als die aus grauem Kunststoff).

Benzin, Flüssiggas - was die Nahrungsaufnahme betrifft, ist der Dacia-Crossover vielseitig.

Benzin, Flüssiggas - was die Nahrungsaufnahme betrifft, ist der Dacia-Crossover vielseitig. © Hersteller

Höhen- und Neigungsmesser

Im Innenraum tut sich einiges: Neben geänderten Sitzpolstern gibt es jetzt eine versenkbare Armlehne mit großem Staufach und USB-Ladeanschlüssen für die Fondpassagiere. Beim Infotainment kann der neue, immer noch etwas tief angeordnete Achtzoll-Touchscreen mit oder ohne Navigation bestellt werden. Das System unterstützt Apple CarPlay und Android Auto und verfügt über Spracherkennungsfunktionen. Einen speziellen Monitor weisen die Allrad-Versionen auf, unter anderem beinhaltet er einen Höhen- und Neigungsmesser. Für den City-Dschungel ist dann auch ein Kompass an Bord.

Bei der Fahrvorstellung nördlich von Paris sprachen die französischen Manager berechtigterweise "von einem bewährten Preis-Leistungsverhältnis", das der Duster bietet. Als Konkurrenten werden unter anderem der Renault Captur und der Suzuki Vitara gesehen. Vielleicht das einzige Manko bei ersten Fahrten mit dem neuen Modell: Federung und Lenkung, aber auch das Schaltgetriebe (etwa beim Einkuppeln zum Anfahren) gestalten sich nicht ganz so geschmeidig, wie man es von teureren Konkurrenten gewöhnt ist.

Dacia Duster in Kürze:

Wann er kommt: Ist aufgefrischt bereits erhältlich

Wen er ins Visier nimmt: Renault Captur, Suzuki Vitara, Seat Arona, VW T-Cross, Skoda Kamiq, Hyundai Kona etc.

Was ihn antreibt: 1,0-l-Dreizylinder-Ottomotor mit 67 kW/90 PS beziehungsweise 74 kW/101 PS (dann mit Flüssiggas zu betreiben), 1,3-l-Vierzylinder-Benziner mit 96 kW/130 PS oder 110 kW/150 PS, 1,5-l-Vierzylinder-Diesel mit 85 kW/115 PS

Was er kostet: Ab 11.990 Euro

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