Dienstag, 28.01.2020

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Der Fahrradklau geht um

So sollten Bike-Besitzer vorsorgen - 17.06.2017 12:24 Uhr

Fahrrad-Klau: Die Ganoven rücken oft mit schwerem Gerät an, das leider selbst hochwertige Schlösser knackt. © Pressedienst Fahrrad/ampnet


Das Fahrrad gehört zu den gefährdetsten Besitztümern des mobilen Menschen. Fast 1000 "Drahtesel" werden tagtäglich in Deutschland gestohlen. Dabei liegt die Aufklärungsquote niedrig, sie beträgt laut Arag-Versicherung nur zehn Prozent. Es macht also viel Sinn, das Rad gut zu sichern. Wichtig ist zunächst ein stabiles Panzerkabel- oder Faltschloss, mit dem das Bike an einem fest verankerten Gegenstand angeschlossen wird, damit es nicht weggetragen werden kann. Um es im Falle des Falles wieder aufzufinden und zu identifizieren, ist eine individuelle Kennzeichnung mit einer Rahmennummer wichtig. Bei den meisten Rädern ist diese Nummer in den Rahmen eingeschlagen. Falls nicht, empfiehlt die Polizei das Eingravieren eines individuellen Codes aus Kfz-Kennzeichen, Gemeinde- und Straßenschlüssel, Hausnummer und Initialen. Damit lässt sich die Wohnadresse des Eigentümers herausfinden. Wo man das Fahrrad codieren lassen kann, ist beim Fachhändler zu erfragen. Daneben empfiehlt es sich, das Fahrrad vorsorglich zu fotografieren.

Oft zahlt die Hausratversicherung

ei teuren Rädern - beispielsweise den zunehmend beliebten E-Bikes - macht sich eine Versicherung bezahlt. Womöglich ist sie schon in der bestehenden Hausratversicherung inbegriffen, es lohnt sich, den Vertrag entsprechend zu überprüfen. In aller Regel zahlt die Hausratversicherung dann, wenn das Fahrrad aus verschlossenen Kellern, Abstellräumen oder der Wohnung gestohlen wird. Für Fälle, in denen der Dieb draußen zuschlägt, kann man sich mit einer Zusatzpolice absichern.

Das Fahrrad sollte an einem fest verankerten Gegenstand angeschlossen werden. © Pressedienst Fahrrad/ampnet


Im Idealfall ist Versicherungsschutz auch für fest mit dem Fahrrad verbundenes Zubehör sowie für den Helm gegeben. Außerdem sollte die Assekuranz auch dann einspringen, wenn das Rad abends oder nachts gestohlen wird, beispielsweise während eines Kino- oder Restaurantbesuchs. Gut, wenn die Versicherung nicht nur den Zeit- respektive Wiederbeschaffungswert ersetzt, sondern eine bei Vertragsabschluss festgelegte Deckungssumme auszahlt, mit der man sich ein gleichwertiges neues Fahrrad kaufen kann. Bei speziellen Fahrradversicherungen wird oft auch eine Selbstbeteiligung vereinbart.

Diebstahl der Polizei melden

Damit die Versicherung für den Schaden aufkommt, muss das Rad ordnungsgemäß (und nicht nur mit einem Rahmenschloss!) abgeschlossen gewesen sein und der Diebstahl neben der Assekuranz auch der Polizei gemeldet werden. Dabei sollte man Kaufbelege vorweisen können und am besten auch die bereits erwähnten Fotos.

Laut Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) werden die meisten Fahrräder übrigens in den Bundesländern Bremen, Hamburg und Berlin geklaut.

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