Montag, 09.12.2019

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Happy Birthday, Mini!

Vom Ur-Modell über den Stromer SE bis hin zum neuen Super-Mini - 05.11.2019 16:22 Uhr

Einst und jetzt: Morris Mini-Minor aus dem Jahr 1959 (links) und das Jubiläumsmodell von 2019. © Hersteller


Vor 60 Jahren, in der ersten Generation, eilte ihm zunächst der Ruf voraus, einer der kleinsten Viersitzer der Welt zu sein. Auf nur 3,05 Metern Außenlänge bot er im Vergleich zu Wettbewerbern wie dem Fiat 500 (2,97 m) und dem Goggomobil (2,90 m) Platz für vier Erwachsene - wenn auch aus heutiger Sicht ziemlich eingeschränkt. Der Konstrukteur Alec Issigonis nutzte die würfelartige Form konsequent aus - dabei ging er nach dem konstruktiven Motto "von innen nach außen" vor. Zudem verpasste er dem Winzling als erstem Auto der Welt nicht nur den Frontantrieb, sondern auch einen quer eingebauten Vierzylindermotor mit 848 Kubikzentimetern Hubraum und 26 kW/35 PS. Letzteres war ebenfalls ungewöhnlich, weil damals in dieser Klasse höchstens drei Zylinder üblich waren.

2000 übernimmt BMW die Regie

Nach dem Ende des Ur-Minis im Herbst 2000 übernahm BMW die Regie. Schon ein Jahr später wird die Wiedergeburt des Minis gefeiert - mit 3,62 Metern Außenlänge größer und mit 1040 Kilo Leergewicht fast doppelt so schwer wie das Original. Aber was besonders zählt: Das Retrodesign kommt bei den Kunden an. Aus dem früheren Auto mit Kultstatus wird ein erfolgreiches Lifestyle-Mobil. Die BMW-Marke bringt nach dem Mini One 1.6 nacheinander Cooper- und Cooper S-Versionen, einen Diesel und ein Cabrio heraus; daneben den größeren Countryman und einen Kombi, den Clubman. Für den Mini-Fan ist in (fast) jeder Größe etwas dabei.

Mini Cooper SE: Fährt vollelektrisch in die Zukunft. © Hersteller


Vier Generationen sind inzwischen in die Hände von Kunden gelangt, vom kultigen Urmodell bis zum aktuellen John Cooper Works und ab kommendem März dem Stromer ab 32.500 Euro. Der vollelektrische Cooper SE nutzt den 184 PS starken E-Motor des BMW i3, der 270 Newtonmeter Drehmoment aus dem Stand aktiviert. Beschleunigung (0 auf Tempo 100 in nur 7,3 Sekunden) und Handling sind beeindruckend. Der SE wiegt rund 1400 Kilo, etwa 150 Kilo mehr als der Cooper S, baut wegen der Akkus im Unterboden fast zwei Zentimeter höher, der Schwerpunkt liegt durch das Akku-Gewicht aber tiefer. Der Kofferraum (211 Liter) bleibt gleich. Nicht zuletzt verschmelzen im SE Fahrfreude und Umweltbewusstsein.

Beflügelt: Mini John Cooper Works GP mit 306 PS. © Hersteller


Super-Mini mit über 300 PS

Beim künftigen Topmodell will die Marke zum Geburtstag noch eine Schippe drauflegen. Der neue, auf 3000 Einheiten limitierte John Cooper Works GP macht Dampf mit dem mindestens 300 PS starken Zweiliter von BMW, dessen Power er über ein Doppelkupplungsgetriebe an die Vorderachse mit Quersperre schickt. Erste Rennrunden demonstrieren überzeugend die Qualitäten des stärksten Serien-Mini aller Zeiten. Bisher begnügten sich die beiden Mini-JCW-GP-Generationen noch mit einem per Kompressor aufgeladenen Motor mit 218 PS, danach kam der gleich starke 1,6-Liter-Turbo. Er kostete 2012 in der zweiten Generation, die auf 2.000 Einheiten limitiert war, 36.600 Euro.

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Mini: Auch mit 60 noch taufrisch

Es gibt nicht viele Auto-Ikonen - der Mini aber ist definitiv eine von ihnen. Bis heute genießt der einst von Sir Alec Issigonis entworfene Sympathieträger Kultstatus. In diesem Jahr feiert der Mini seinen 60. Geburtstag. Rückblick - und Ausblick auf die Zukunft, die auch elektrisch ist.


Für das neue Modell, das auf der speziell angepassten Plattform des BMW Einser steht, werden noch keine Preise genannt. Aber schon jetzt steht fest, dass der wohl deutlich über 300 PS starke Super-Mini mehr kann als die Nordschleife des Nürburgrings in – wie kürzlich geschehen - atemberaubenden 7.56 Minuten zu umrunden. Auch wenn der typische JCW-GP-Käufer gern am Wochenende auf Rennstrecken fährt, so heißt es, nehme er doch an Wettbewerben eher seltener teil. Stichwort Alltagstauglichkeit: Der zweitürige Mini-Bolide wird da nicht enttäuschen, frei nach dem Motto "auf der Rennstrecke geboren, aber für die Straße gemacht".  

Ingo Reuss

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