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Donnerstag, 17.10.2019

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Mazda CX-30: So fährt sich der neue Crossover

Preise ab 24.290 Euro - Mit Benziner-Diesel-Zwitter - 24.09.2019 17:54 Uhr

Mazda CX-30: Der kompakte Crossover fährt in die Lücke zwischen CX-3 und CX-5. © Hersteller


Mazda hat dem neuen mittleren SUV-Modell ein optisch ansprechendes Kleid mit "urbanen Abmessungen" von 4,40 Metern Länge verpasst. Beim eleganten Design wurde wieder auf die "Kodo"-Formensprache aus Japan zurückgegriffen. Das klar gezeichnete Cockpit ist auf den Fahrer ausgerichtet, der Innenraum bietet den Insassen ein angenehmes Ambiente mit guten Platzverhältnissen auch im Fond (nicht zuletzt dank 2,66 Meter Radstand). Dazu einen ausreichend großen, praktisch zu nutzenden Gepäckraum von 430 Litern. Insgesamt macht der auf Basis des Mazda 3 erstellte Kompakt-SUV einen gut verarbeiteten Eindruck.

Der Diesel steht ihm gut

Zur Auswahl stehen als Basis der Zweiliter-Benziner mit 90 kW/122 PS (WLTP-Verbrauch 6,2 bis 7,3 l/100 km) ab 24.290 Euro und der 1,8-Liter Diesel mit 85 kW/115 PS (5,1 bis 6,0 l/100 km), der ausschließlich als Fronttriebler ab 26.590 Euro lieferbar ist. Hinzu kommt noch der "X". Die beiden Benzinmotoren haben serienmäßig ein Mild-Hybrid-System, das Kraftstoff spart, indem es beim Verzögern Energie gewinnt und beim Beschleunigen den Verbrenner unterstützt. Trotz der Fortschritte und der Kraftstoffeinsparung beim Benziner bleibt der Diesel für uns ein Antrieb, der gerade zum CX-30 gut passt und freilich alle schärferen Grenzwerte erfüllt - bei den Benzinern bereits die Euro 6d-Abgasnorm, die erst ab 2021 verbindlich ist. Der Durchzug aus niedrigen Touren lässt besonders bei diesem Motor angenehm schaltfaules Fahren zu. Hinsichtlich Fahrkomfort und Handling-Eigenschaften können im Übrigen alle Modellversionen gelobt werden. 

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Mazda CX-30: Der kann sich sehen lassen

Eigentlich müsste er CX-4 heißen: Der neue Mazda-Crossover fährt exakt in die Lücke zwischen dem kleineren CX-3 und dem größeren CX-5. Weil diese Modellbezeichnung aber schon ein in China angebotenes Modell trägt, entschied man sich für CX-30. Er bekommt als Besonderheit auch den brandneuen Skyactiv-G-Motor - einen Benziner mit Kompressionszündung, der die Vorteile eines Ottomotors mit der Genügsamkeit eines Diesels vereinen soll.


 

Auf ersten Probefahrten mit dem leistungsmäßigen Topmodell, dem 132 kW/180 PS-starken Skyactiv "X"-Benziner, konnte der für seine neue Verbrennungstechnik gelobte Motor mit Kompressionszündung nicht ganz die Erwartungen erfüllen. Konkret ließen Leistungsentfaltung und Durchzug angesichts der doch hohen PS-Zahl bei dem von uns gefahrenen "X" zu wünschen übrig. Die Technik soll die Vorteile eines konventionellen Benziners mit der Effizienz eines Dieselmotors vereinen. Ob er in der Praxis besonders wenig verbraucht, muss ein späterer Test zeigen. In ersten Fahrtests konsumiert der Skyactiv-X-Motor im CX-30 um siebeneinhalb Liter, im ziemlich realistischen WLTP-Zyklus sind es (mit Automatik) 6,5 Liter auf 100 Kilometer beim Fronttriebler, sieben beim Allradmodell. Für die 26.790 Euro teure Modellvariante ist auch hier das Automatikgetriebe (Aufpreis 2000 Euro) verfügbar. Immerhin soll sich ein Drittel der Kunden für den "X"-Benziner entscheiden. Bei der Allradversion (Aufpreis: 2500 Euro) rechnet Mazda mit etwa 32 Prozent Kaufanteil.

Motorseitige Besonderheit ist der Skyactiv-X, der die Vorteile eines Benziners mit der Effizienz eines Diesels kombinieren soll. © Hersteller


Je nach Ausstattungsstufe (Basis und "Selection") und Optionspaketen sind praktisch alle Assistenten an Bord, die heute im Segment machbar sind. Aber schon die Basis kann sich sehen lassen. In Serie sind lobenswerterweise Details wie die radargestützte Geschwindigkeitsregelung, die Spurwechsel- und Ausparkhilfe, das Navigationssystem, Apple CarPlay/Android Auto,  das Head-up-Display  und ein hochwertiges Audio-System. Nicht zuletzt verfügen die Einstiegsmodelle über LED-Scheinwerfer, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und eine Klimaanlage. Erneuert hat Mazda das Connect-System mit 8,8-Zoll-Display.

Luxus an Bord

Die Stufe "Selection" ist im "X" serienmäßig, sonst zusätzlich verfügbar (für 1700 Euro Mehrpreis). Sie enthält fast schon luxuriöse Dinge wie Klimaautomatik, Rückfahrkamera, Sitz- und Lenkradheizung und schlüssellosen Zugang. Zudem: eine elektrisch öffnende und schließende Heckklappe  und die Einparkhilfe vorn. Rund 90 Prozent der Kunden sollen hier zugreifen. Zu den Optionspaketen zählen 18 Zoll/215er-Bereifung (500 Euro), Bose-Sound für 750 Euro und ein 360 Grad-Aufmerksamkeitsassistent für 1.200 Euro. Doch damit nicht genug: Der CX-30 lässt sich mittels Design-Paket noch weiter aufwerten.

Sieht gut aus: Im Interieur präsentiert sich der CX-30 modern und aufgeräumt. © Hersteller


Nach der Nomenklatur müsste der Mazda CX-30 eigentlich CX-4 heißen, denn die japanische Marke positioniert das neue Modell zwischen CX-3 und CX-5. Aber die Bezeichnung war für ein Modell in China schon vergeben. Der CX-30 wird zum größten Teil mit dem 122 PS-Benziner inklusive Zylinderabschaltung ausgeliefert, Mazda rechnet mit knapp 60 Prozent, für den Diesel bleiben rund zehn Prozent im Verkaufsmix. Im kommenden vollen Absatzjahr sind etwa 16.000 Einheiten für den deutschen Markt geplant. Überraschung: Für größere Modelle entwickelt Mazda eine völlig neue Dieselmotoren-Generation. In 2020 wird die Mazda-Palette zudem erstmals durch ein batterieelektrisches Fahrzeug erweitert; Premiere hat es auf der Tokyo Motor Show im Oktober.

Ingo Reuss

Mazda CX-30 in Kürze:

Wann er kommt: Beim Händler ab dem 27. September 2019

Wen er ins Visier nimmt: BMW X2, Mercedes GLA, Audi Q2

Was ihn antreibt: Zweiliter-Skyactiv-G-Benziner mit 90 kW/122 PS, Zweiliter-Skyactiv-X-Benziner mit Kompressionszündung und 132 kW (180 PS), 1,8-Liter Diesel mit 85 kW/115 PS

Was er kostet: Ab 24.290 Euro

Was noch folgt: Zum Jahresende Skyactiv-X-Motor mit Kompressionszündung und 132 kW (180 PS)

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