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Montag, 06.07.2020

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Nivus: VW macht den T-Cross zum Coupé

Coupé vom Polo-SUV - Start in Südamerika – Ende 2021 auch in Deutschland - 30.05.2020 18:14 Uhr

VW Nivus: Für den südamerikanischen Markt wird er in Anchieta/Brasilien gebaut, für Europa im spanischen Pamplona. © Hersteller


Brasilien beschäftigen derzeit ganz andere Themen als automobile Neuheiten. Und dennoch mag es dem Selbstbewusstsein des schwer vom Corona-Virus getroffenen Land zumindest etwas gut tun, den ersten im Land entwickelten Volkswagen am Start zu sehen, der auch eine internationale Laufbahn anstrebt.

Erst Brasilien, dann Argentinien

Wenn man so will, ist der Nivus das SUV-Coupé vom Polo. Er stammt aus dem Stall von Volkswagen do Brasil und wird zunächst im Werk Anchieta produziert. Nach der Markteinführung in Brasilien soll er in der zweiten Jahreshälfte auch in Argentinien angeboten werden.

Digitalisiert: Das "Active Info Display" dürfte nicht zum Serienumfang gehören, sondern Option werden. © Hersteller


Als technische Basis dient der Modulare Querbaukasten MQB A0, Volkswagens Kleinwagen-Plattform also, auf der unter anderem der Audi A1 und dessen SUV-Ableger Q2 sowie die Geschwisterpaare Seat Ibiza/Arona sowie Skoda Scala/Kamiq aufbauen – und eben VW Polo und T-Cross.

Mit einer Länge von 4,27 Metern wächst der Nivus aber um 12 Zentimeter über den T-Cross hinaus, sogar den höher positionierten T-Roc lässt er um drei Zentimeter hinter sich. Zu dieser Größenordnung passt auch das mit 415 Litern durchaus reputierlich dimensionierte Gepäckabteil.

Das Interieur schmückt ein digitales Cockpit; eine Kombi aus frei konfigurierbarem Display ("Active Info Display") im Blickfeld des Fahrers und einem Touchscreen rechts daneben, beide Bildschirme sind jeweils 10 Zoll beziehungsweise 25,4 Zentimeter groß. Das Multifunktionslenkrad stammt aus dem neuen Golf 8.

Sportlicher Ableger: Der Nivus ist das Coupé vom T-Cross, VWs kleinstem SUV. © Hersteller


Das Motorenangebot beschränkt sich vorerst auf einen Einliter-Dreizylinder-Benziner mit 94 kW/128 PS, die Antriebskräfte werden von einer 6-Gang-Automatik an die Vorderräder übertragen. Allradantrieb gibt es analog zum T-Cross nicht. Aus der One-Motor-Show wird zumindest in Europa noch mehr werden.

Mit neuem Namen nach Europa

Ende 2021, Anfang 2022 könnte der Nivus auch zum deutschen Kunden fahren. Preise sind noch nicht bekannt. Der T-Cross mit Einliter-TSI-Benziner und 70 kW/95 PS startet bei 19.250 Euro, dabei dürfte es kaum bleiben. Ebensowenig wie beim Namen "Nivus": Spekulationen ranken sich beispielsweise um eine Taufe auf "T-Sport".

ule

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