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Samstag, 24.08.2019

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Sichere Fahrt mit Hund und Katz

"Freigang" im Auto kann böse Folgen haben - 13.08.2019 15:54 Uhr

Immer gut sichern: Hunde als Beifahrer im Auto. © dpp/Smart


Das werden Tierliebhaber gar nicht gerne hören. Aber: Rechtlich gesehen gelten Haustiere als Ladung, für die Paragraf 22 der Straßenverkehrsordnung (StVO) eine angemessene Sicherung vorschreibt. Wer die Vorschrift negiert, muss mit 35 Euro Bußgeld rechnen. Kommt es außerdem zu einer Gefährdung oder einer Sachbeschädigung, erhöht sich die Strafzahlung auf 60 Euro und es addiert sich ein Flensburg-Punkt dazu.

600 Kilo Durchschlagskraft

Was manchem als Schikane und unfaire Einschränkung der Bewegungsfreiheit des Vierbeiners erscheint, hat seinen guten Grund. Schon im Falle eines Frontalaufpralls mit 50 km/h verwandelt sich ein ungesichertes Tier in ein Geschoss, dessen Durchschlagskraft dem Dreißigfachen seines Körpergewichts entspricht. Ein 20 Kilo schwerer Hund knallt also mit der Wucht von 600 Kilo nach vorne. Dabei können sowohl Hund als auch Herrchen oder Frauchen von Glück sagen, wenn die Kopfstützen den Aufprall abfangen und das Tier nicht die Windschutzscheibe durchschlägt beziehungsweise die menschlichen Passagiere schwer verletzt. Heißt also: Weder die Hutablage noch die Rückbank sind ein empfehlenswerter Aufenthaltsort für mitreisende Haustiere.

Sicher in der Transportbox

Höchst ungut kann es auch enden, wenn Hund oder Katze ungehindert im Auto umherspringen, den Fahrer ablenken oder womöglich unter die Pedalerie geraten.

Angemessener Aufenthaltsort: In einer Transportbox ist der Vierbeiner gut untergebracht. © mid/PSA


Am sichersten reisen Vierbeiner in einer Transportbox, die mit Hilfe von Haltevorrichtung bzw. Sicherheitsgurten festgeschnallt wird. Größere Boxen werden am besten im Kofferraum untergebracht und dort quer zur Fahrtrichtung fixiert.

Haltegeschirr als Alternative?

Als – freilich weniger sichere – Alternative bietet der Handel spezielle Sicherheitsgurte oder Haltegeschirre an. „Sie verhindern zwar, dass das Tier im Falle einer Vollbremsung oder eines Aufpralls unkontrolliert durch die Luft fliegt und Insassen verletzt“, heißt es bei der Arag-Versicherung. Einer Verletzung des Tieres könne so aber kaum vorgebeugt werden.

Auch ein Trennnetz hilft wenig. Bessere Dienste leistet ein Trenngitter. Zumindest verhindert es, dass die ungesicherte vierbeinige Ladung vom Kofferraum in den Passagierbereich springt.              

ule 

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