Mittwoch, 23.10.2019

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Subaru Levorg: Zugpferd und Familienfreund

Neuer Boxermotor – Preise ab 26.990 Euro - 3000 Euro günstiger - 04.10.2019 14:42 Uhr

Subaru Levorg: Darf gebremst 1500 kg in Schlepp nehmen. Ein Trailer-ESP ist leider nicht verfügbar. © Hersteller


Subaru will im neuen Modelljahr noch sicherer unterwegs sein. Der Allradspezialist aus Fernost spricht dabei speziell Familien an, die mit dem Caravan in den Urlaub fahren. Mit dem seit vier Jahren angebotenen und jetzt überarbeiteten Levorg, der künftig weniger als "Sportkombi" und eher als "Family-Tourer" positioniert werden soll, sieht man sich dabei auf der Zielgeraden. Caravaning steht mehr denn je im Fokus vieler Familien, wie die steigenden Absatzzahlen zeigen. Und Wohnwagen brauchen nun einmal ein Zugfahrzeug.

Der hinsichtlich Fahrsicherheit, Komfort und Konnektivität verbesserte Levorg des neuen Modelljahres bietet die nötigen Voraussetzungen für den Einsatz als Zugpferd, sagt Subaru-Geschäftsführer Volker Dannath und hofft auf einen "Megatrend", der nicht nur bei den Verkaufszahlen der Wohnwagen-Anbieter sichtbar wird. Unterstützung kommt dabei vom neuen Motor, einem Zweiliter-Turbobenziner mit 110 kW (150 PS) in Boxer-Funktionsweise. Er ersetzt den bisherigen 1,6 Liter Turbobenziner, der wohl nicht mehr die schärferen Abgasgrenzwerte erfüllt. Dabei verschwand auch die charakteristische Hutze auf der Motorhaube.

Neuer Boxer: Ein Zweiliter-Benziner mit 150 PS löst die bisher eingesetzten 1,6-l-Maschine ab. Sie hatte allerdings mehr Leistung (170 PS) zu bieten. © Hersteller


An die neue Antriebseinheit hat Subaru das Fahrwerk im Hinblick auf Federung und Dämpfung angepasst. Nicht zuletzt trägt die elektrisch arbeitende Lenkung zu besserem Handling und mehr Fahrstabilität bei. Das kommt auch dem Geradeauslauf bei höherem Tempo zugute. Zudem wankt die Karosserie weniger auf kurvenreicher Strecke. Besonders reizvoll dürfte für die Kunden aber der um 3000 Euro gesenkte Preis sein: Das Einstiegsmodell "Trend" ist statt für 29.990 Euro künftig ab 26.990 Euro erhältlich.

Gut ausgestattet: Schon das Basismodell "Trend" bringt unter anderem beheizbare Vordersitze und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik mit. © Hersteller


Vom Motorsound her klingt der Levorg bei starkem Gaspedaldruck wie ein Sportwagen, die eigentlich dazugehörige Kraftentfaltung setzt aber verzögert ein. Vielleicht, weil wir nicht gerade zu den Freunden des CVT-Automatikgetriebes gehören, verstärkt sich bei uns dieser Eindruck. 198 Newtonmeter Drehmoment bei 4200 Touren reißen auch keine Bäume aus. Der Boxer beschleunigt den 4,70 Meter langen und ab 1520 kg schweren Kombi in 11,7 Sekunden auf Tempo 100 und läuft in der Spitze 195 km/h. Als Verbrauch gibt Subaru 7,2 l/100 km (165 g/km CO2) an oder gemäß realistischerer WLTP-Norm 8,5 Liter (192 g/km CO2). Der Vierzylinder erfüllt die Abgasnorm Euro 6d-Temp.  

Nicht nur als Zugwagen bis 1500 Kilo und dank des fahrstabilen und traktions-starken Allradantriebs bewährt sich der Subaru Levorg, sondern speziell auch als Family Tourer mit 522 bis 1446 Litern Stauvolumen. Schon die Basisversion ist umfangreich ausgestattet, auch wenn in Stufe "Trend" einiges gestrichen wurde, zum Beispiel die Rückfahrkamera. Die Preisskala endet in der höchsten von drei Stufen ("Exclusive") bei 34.990 Euro.

Fällt jetzt weg: Der neue Boxer ist kein Turbo, der Lader muss deshalb nicht mehr durch eine Lufthutze (l.) belüftet werden. © Hersteller


Stichwort Caravan: Höhere Sicherheits- und Komfortanforderungen kosten Gewicht. Auf durchschnittlich 1,7 Tonnen sollen es moderne Wohnanhänger inzwischen bringen. Leichtere Materialien und die Klebetechnik bei der Produktion schaffen nur begrenzt Abhilfe. Nachgedacht wird deshalb über die Frage, ob künftig der Anhänger beim Antrieb des Gespanns mitarbeiten kann. Dies könnte vor allem bei Elektroautos ein Thema werden, indem der Anhänger beim Anfahren und Beschleunigen mithilft - so wie bereits beim Bremsen. Bereits heute lässt sich die Sicherheit unter anderem durch Einparkhilfen für den Anhänger verbessern.

Elektrifizieren ist (überall) angesagt

Schon Ende Februar werden die ersten Modelle der japanischen Marke als Mild-Hybrid von den deutschen Händlern ausgeliefert. Zunächst führt Subaru den "E-Boxer" im Forester und XV ein. Der Zweiliter-Vierzylinder leistet 150 PS, der Elektromotor 13 kW. Die beim Bremsen gewonnene Energie wird dabei zur Unterstützung des Benziners beim Anfahren und Beschleunigen genutzt und dadurch ((ein wenig) Kraftstoff gespart. Eigenständig elektrisch fahren können Mild-Hybride nicht. Erst zu einem späteren Zeitpunkt will Subaru auch den Levorg mit Hybrid ausrüsten.    

Ingo Reuss  

Subaru Levorg in Kürze:

Wann er kommt: Ist bereits bestellbar

Wen er ins Visier nimmt: Skoda Octavia, VW Passat etc.

Was ihn antreibt: Zweiliter-Vierzylinder-Boxermotor mit 110 kW (150 PS)

Was er kostet: Ab 26.990 Euro

Was noch folgt: Mildhybrid "E-Boxer"

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