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Donnerstag, 17.10.2019

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"Viele Kunden sind bereit, zu warten"

Nachgefragt bei: Steffen Cost, Geschäftsführer Kia Motors Deutschland - 17.09.2019 15:29 Uhr

Chef von Kia Deutschland: Steffen Cost. © Kia


Herr Cost, fahren Sie selbst schon elektrisch?

Noch nicht. Mein Favorit ist aktuell unsere Sportlimousine Stinger. Aber ich habe unsere elektrischen und elektrifizierten Modelle natürlich fest im Blick.

Einerseits ist Kia bei der Elektromobilität schon sehr breit aufgestellt, andererseits müssen Kunden teilweise mit langen Lieferfristen rechnen. Woran liegt das?

Am Engpass seitens der Batterielieferanten. Angesichts der hohen Kundennachfrage bedauern wir das außerordentlich, können aber leider nicht allzu viel tun. Wenn die erste große Bugwelle an Auslieferungen abgebaut ist, hoffen wir aber, unsere Kunden schneller bedienen zu können.

Wie sehen die Lieferzeiten derzeit aus?

Beim e-Niro sind es mindestens zwölf Monate, beim e-Soul geht es schneller, da beträgt die Wartezeit sechs Monate.

Wie strapazierfähig ist die Geduld der Kunden?

Das ist unterschiedlich. Manche wenden sich tatsächlich ab, viele bringen aber auch gerne die Bereitschaft auf, zu warten.

Auch das neue SUV-Coupé XCeed wird als Plug-in-Hybrid kommen. Hat die neue 0,5-Prozent-Steuerregelung  für Elektroautos positive Auswirkungen auf Ihr Flottengeschäft?

Oh ja. Auch wenn sie einen Plug-in-Hybrid fahren, der gewisse Bedingungen hinsichtlich Reichweite und CO2-Ausstoß erfüllt, müssen Arbeitnehmer ja nur noch 0,5 statt einem Prozent des Brutto-Listenpreises als geldwerten Vorteil geltend machen. Aufgrund unserer zahlreichen E-Modelle bekommen wir auf einmal Anfragen von Fuhrparkmanagern, die Kia sonst niemals auf dem Radar gehabt hätten.

Die Europa-Zentrale von Kia grenzt unmittelbar ans Frankfurter Messegelände. Dennoch ist die Marke auf der IAA nicht mit einem Stand vertreten. Weshalb?

Wir haben diese Entscheidung sehr bewusst getroffen und die sehr hohen Kosten für einen solchen Messeauftritt ins Verhältnis zum Nutzen gesetzt. Es ist für uns inzwischen sinnvoller, das Geld beispielsweise in digitale Kanäle fließen zu lassen, auf denen wir potenzielle Kunden wesentlich zielgerichteter ansprechen können. Wir sind aber dennoch auf der Messe präsent – nur eben nicht mit einer statischen Präsentation, sondern mit einer ansehnlichen Testwagenflotte.

Das Interview führte Ulla Ellmer

 

 

 

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