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Freitag, 03.07.2020

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Von Kuga bis Mustang Mach-E: Ford stromert in die Zukunft

Hybrid, Plug-in-Hybrid und batteriebetriebene Modelle - Schnäppchenpreise - 29.06.2020 13:21 Uhr

Imposante Reichweite: Der Mustang Mach-E, der Ende des Jahres auf den Markt kommt, schafft mit einer Akkuladung 600 Kilometer. © Hersteller


Attraktiv ist der Kuga PHEV deshalb, weil man - so jedenfalls verrät es der aktuelle Konfigurator auf der Ford-Kundenseite - derzeit schon für 28.790 Euro an die mit 225 PS Systemleistung gepowerte Plug-in-Variante rankommt. Plug-in bedeutet in diesem Fall, Strom aus einer 14,4 kWh großen Batterie zu ziehen und damit rund 50 bis 60 Kilometer weit rein elektrisch zu fahren. Dass diese Reichweite bei zurückhaltender Gangart erzielbar ist, haben erste Testfahrten mit diesem Modell bestätigt.

Aufsparen für die Umweltzone

Ist der Akku leer, tritt ein 2,5-l-Vierzylinder-Benziner (112 kW/152 PS) in Aktion. Zwei Fahrstufen sind schaltbar: Rein elektrisch (EV) und teilelektrisch (EV Auto). Dazu besteht die Möglichkeit, Strom aufzusparen (EV Später), um beispielsweise bei Erreichen einer Umweltzone lokal emissionsfrei in diese einzufahren. Aktivierbar ist, per Knopfdruck, auch eine stärkere Rekuperationsstufe. die für intensivere Ladung des Akkus sorgt. Ansonsten wird der Kuga Plug-in-Hybrid an der heimischen Steckdose oder an einer öffentlichen Ladestation mit Strom "betankt". Da dauert maximal fünf bis sechs Stunden.

Ford Kuga Plug-in-Hybrid: Das E-Kennzeichen verdient er sich mit bis zu 60 Kilometern elektrischer Reichweite. © Hersteller


Gemessen an Größe, Ausstattung, Leistungsfähigkeit und Verbrauch (günstigste Norm 1,2 l/100 km) muss der Kuga als nahezu sensationelles Angebot bezeichnet werden. Noch dazu drohen ihm und Ford nur wenig Gefahr von der Konkurrenz, denn vor allem der Marktführer Volkswagen ist in dieser Klasse mit derartiger Technik (noch) nicht vertreten. Trotzdem sind derzeit die Lieferfristen für den Kuga Plug-in-Hybrid mit drei bis vier Monaten noch überschaubar, doch das dürfte sich mit größer werdendem Bekanntheitsgrad rasch ändern.

Ford Puma: Der neue Crossover fährt als Mildhybrid vor. © Hersteller


Lieferbar wäre der 4 ,61 Meter lange, sehr geräumige und fahraktive Wagen auch noch als Mild- und ab Ende des Jahres als Vollhybrid. Natürlich stehen auch Dieselmodelle bereit, wobei die sparsamste Variante nach Normverbrauch auf 4,2 l je 100 km kommt.

Fiesta, Puma und Focus sind derzeit lediglich - drücken wir es so aus - schwach elektrifiziert lieferbar, da die Mild-Hybridtechnik nur als einfache Unterstützung des Verbrenners dient. Besser ist es da schon um dem Mondeo Hybrid bestellt, dessen Verbrauch dank E-Unterstützung mit nur 4,2 l Super je 100 km gelistet ist.

Attraktive Aktionspreise

Auch hier lohnt der Blick in den Ford-Konfigurator, da ein Aktionspreis von 35.090 Euro ausgewiesen wird.

Ford Explorer: Gehört zu den Großen unter den SUVs und ist auch mit Plug-in-Hybridantrieb zu haben. © Hersteller


Mit dem neuen Groß-SUV Explorer steht ein weiterer Plug-in-Hybrid bereit. Das luxuriöse und äußerst geräumige US-Dickschiff protzt mit einer Systemleistung von 457 PS und einem Normverbrauch von 2,9 l Super je 100 km. Normalerweise werden für den über fünf Meter langen Riesen-Ami 76.000 Euro aufgerufen, aber auch hier lockt der Aktionspreis von 68.790 Euro.

Und noch ein - in diesem Fall vollwertiges - US-E-Auto rollt bei uns zum Ende des Jahres an: Der hochattraktive Mustang Mach-E. Dessen maximale Reichweite von 600 Kilometern macht ihn zum Tesla-Jäger. Die Preisgestaltung (46.900 bis 66.800 Euro) dürfte gerade bei deutschen Herstellern für Sorgenfalten auf der Stirn sorgen.

Stromern lässt Ford aber auch bei den kleineren Nutzfahrzeugen. Transit Custom und Tourneo Custom mischen dieses Segment gehörig auf. Weitere E-Modelle unter dem blauen Markenzeichen folgen. So wird es bis Ende 2021 insgesamt 18 teil- oder vollektrische Ford-Fahrzeuge geben.

Nimmt Tesla ins Visier: Ford Mustang Mach-E. © Hersteller


Besonders interessant dürften die bis spätestens 2023 erscheinende Modelle werden, die in  Kooperation mit Volkswagen entstehen. Diese nutzen den MEB-Baukasten, auf dem beispielsweise der ID.3 basiert. So gesehen sieht die Ford-Zukunft recht rosig aus - und elektrisch allemal.

Gerhard Windpassinger

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