Bester Hauptdarsteller ohne Oscar: Die packendsten Filme mit Sean Connery

1.11.2020, 19:18 Uhr
Für viele Fans der beste Film der Indiana-Jones-Trilogie, was viel mit Connerys Auftritt zu tun hat. Seinen trockenen Humor kann er hier voll entfalten. Er spielt den weltfremden Professor, der ein Leben lang seinem Faible für den Heiligen Gral folgte. Nach viel Action bekommt er den Gral dank seines Sohnes (Harrison Ford) sogar zu Gesicht. Wichtiger aber ist der Weg dahin. Connerys Mimik, als er, von Nazis an einen Stuhl gefesselt, aus Versehen den Teppich anzündet, ist unvergesslich.
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5. Professor Dr. Henry Jones in "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" (1989)

Für viele Fans der beste Film der Indiana-Jones-Trilogie, was viel mit Connerys Auftritt zu tun hat. Seinen trockenen Humor kann er hier voll entfalten. Er spielt den weltfremden Professor, der ein Leben lang seinem Faible für den Heiligen Gral folgte. Nach viel Action bekommt er den Gral dank seines Sohnes (Harrison Ford) sogar zu Gesicht. Wichtiger aber ist der Weg dahin. Connerys Mimik, als er, von Nazis an einen Stuhl gefesselt, aus Versehen den Teppich anzündet, ist unvergesslich.

Ein weiterer Film, in dem Connery besser ist als der jüngere Hauptdarsteller. Bei "Indiana Jones" stiehlt er Harrison Ford die Show, bei "The Rock" Nicolas Cage, bei "Highlander" steckt er Christopher Lambert in die Tasche und bei "The Untouchables" lässt er Kevin Costner alt aussehen.

Für einen Schauspieler, der wegen dieser einen großen Rolle (wir kommen noch dazu) nie richtig ernst genommen wurde, ist das eine beeindruckende Liste. In "The Untouchables" spielt Connery einen alternden Polizisten und Mentor des Mannes, der Al Capone zur Strecke bringen will. Seinen einzigen Oscar hat er dafür bekommen, als Nebendarsteller. Steile These: Sean Connery ist der beste Schauspieler überhaupt, der nie einen Oscar als Hauptdarsteller bekommen hat.
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4. Jim Malone in "The Untouchables – Die Unbestechlichen" (1987)

Ein weiterer Film, in dem Connery besser ist als der jüngere Hauptdarsteller. Bei "Indiana Jones" stiehlt er Harrison Ford die Show, bei "The Rock" Nicolas Cage, bei "Highlander" steckt er Christopher Lambert in die Tasche und bei "The Untouchables" lässt er Kevin Costner alt aussehen. Für einen Schauspieler, der wegen dieser einen großen Rolle (wir kommen noch dazu) nie richtig ernst genommen wurde, ist das eine beeindruckende Liste. In "The Untouchables" spielt Connery einen alternden Polizisten und Mentor des Mannes, der Al Capone zur Strecke bringen will. Seinen einzigen Oscar hat er dafür bekommen, als Nebendarsteller. Steile These: Sean Connery ist der beste Schauspieler überhaupt, der nie einen Oscar als Hauptdarsteller bekommen hat. © .

Connery (hier 2010 während des Internationalen Filmfestivals zu einer Vorstellung des alten Films) und Michael Caine spielen zwei britische Abenteurer, die von Indien ins Himalaya ziehen, um ihr Glück zu machen. Connery wird zum König, zum Gott, aber scheitert am Ende an seiner Gier nach Macht. Auch hier zeigt er diese für ihn typische Mischung aus ernstem Spiel und selbstironischer Komödie – eine Mischung, die daran Schuld sein könnte, dass ihm Kritiker den Aufstieg in den Olymp der Schauspielkunst verwehrten.
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3. Daniel Dravot in "Der Mann, der König sein wollte" (1975)

Connery (hier 2010 während des Internationalen Filmfestivals zu einer Vorstellung des alten Films) und Michael Caine spielen zwei britische Abenteurer, die von Indien ins Himalaya ziehen, um ihr Glück zu machen. Connery wird zum König, zum Gott, aber scheitert am Ende an seiner Gier nach Macht. Auch hier zeigt er diese für ihn typische Mischung aus ernstem Spiel und selbstironischer Komödie – eine Mischung, die daran Schuld sein könnte, dass ihm Kritiker den Aufstieg in den Olymp der Schauspielkunst verwehrten. © Danny Lawson, dpa

Großartige Romanvorlage von Umberto Eco, großartige Umsetzung von Jean-Jacques Annaud, großartiges Spiel von Connery. Wie er dem mörderischen Treiben in einer abgelegenen Benediktiner-Abtei auf die Schliche kommt, ist eigentlich Nebensache. Denn hier darf Connery der Philosoph sein, der Buchliebhaber und Wissensdurstige, der durch und durch rationale Mensch. Es ist das Gegenteil der Draufgänger-Rolle, die er früh ausfüllen musste. Witz erlaubt er sich hier nur noch mit leicht erhobener Augenbraue. Der gereifte Schauspieler Sean Connery kommt in keinem anderen Film so gut zur Geltung.
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2. William von Baskerville in "Der Name der Rose" (1986)

Großartige Romanvorlage von Umberto Eco, großartige Umsetzung von Jean-Jacques Annaud, großartiges Spiel von Connery. Wie er dem mörderischen Treiben in einer abgelegenen Benediktiner-Abtei auf die Schliche kommt, ist eigentlich Nebensache. Denn hier darf Connery der Philosoph sein, der Buchliebhaber und Wissensdurstige, der durch und durch rationale Mensch. Es ist das Gegenteil der Draufgänger-Rolle, die er früh ausfüllen musste. Witz erlaubt er sich hier nur noch mit leicht erhobener Augenbraue. Der gereifte Schauspieler Sean Connery kommt in keinem anderen Film so gut zur Geltung. © D.R.

Sean Connery ist nicht nur der beste Bond (keine Diskussion!), sondern auch der einzig wahre Bond. Der Prototyp. Roger Moore war der Seventies-Bond, lustig, charmant, aber mit viel Klamauk und eigentlich eine Parodie auf die früheren Bond-Filme. Connery hat den Original-Bond gespielt. Den Sechzigerjahre-Bond. Nicht zu bekommen ohne Sexismus und Chauvinismus. Männer hassen ihn, Frauen sind verrückt nach ihm. 

George Lazenby hatte einen einzigen Film und war gar nicht schlecht. Timothy Dalton und Pierce Brosnan waren die Action-Bonds der 80er und 90er Jahre, wo Spezialeffekte oft die Hauptrolle spielten. Daniel Craig ist der moderne Bond, bei dem es – Zeichen der Zeit – nötig wurde zu erklären, warum dieser Mann die Frauen so schlecht behandelt, warum er so gefühlskalt daherkommt und warum er eigentlich einen weichen Kern hat.
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1. Geheimagent 007 in sieben James-Bond-Filmen zwischen 1962 und 1983

Sean Connery ist nicht nur der beste Bond (keine Diskussion!), sondern auch der einzig wahre Bond. Der Prototyp. Roger Moore war der Seventies-Bond, lustig, charmant, aber mit viel Klamauk und eigentlich eine Parodie auf die früheren Bond-Filme. Connery hat den Original-Bond gespielt. Den Sechzigerjahre-Bond. Nicht zu bekommen ohne Sexismus und Chauvinismus. Männer hassen ihn, Frauen sind verrückt nach ihm.  George Lazenby hatte einen einzigen Film und war gar nicht schlecht. Timothy Dalton und Pierce Brosnan waren die Action-Bonds der 80er und 90er Jahre, wo Spezialeffekte oft die Hauptrolle spielten. Daniel Craig ist der moderne Bond, bei dem es – Zeichen der Zeit – nötig wurde zu erklären, warum dieser Mann die Frauen so schlecht behandelt, warum er so gefühlskalt daherkommt und warum er eigentlich einen weichen Kern hat. © Cinema Legacy Collection/The Hollywood Archive/ Imago

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