Personen-Obergrenze

Corona in Bayern: Heiraten darf man nur noch mit acht Gästen

17.1.2022, 14:52 Uhr
Derzeit sind nur sehr kleine Hochzeitsfeiern möglich.

Derzeit sind nur sehr kleine Hochzeitsfeiern möglich. © Rolf Vennenbernd, dpa

Seitdem gelten für private Veranstaltungen laut Infektionsschutzmaßnahmenverordnung die gleichen Regeln wie bei anderen Zusammentreffen: Sind alle geimpft und genesen, sind zehn Personen erlaubt. Damit darf ein Brautpaar also nur acht Gäste einladen. Kinder unter 14 werden hierbei aber nicht mitgezählt. Vorher durften bei privaten Feiern noch 50 Personen innen oder 200 Personen außen mitfeiern, wenn alle einen 2G-Status hatten.

Die bayerische Regierung begründete die Verschärfung mit der Omikron-Variante. "Mit einer starken Verbreitung dieser Virusvariante muss aufgrund des höheren Ansteckungspotentials gerechnet werden. Zugleich ist weiterhin ein dynamisches Infektionsgeschehen vorhanden. Um eine erneute Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden, sind deshalb stärkere Kontaktbeschränkungen auch für Geimpfte und Genesene unerlässlich", steht in der Begründung der Verordnung.

Sobald eine nicht geimpfte oder genesene Person ab 14 Jahren teilnimmt, dürfen sich nur zwei Hausstände treffen, von denen der kleinere maximal zwei Leute umfasst. Kinder bis 14 Jahre werden auch in diesem Fall nicht mitgezählt.

Was ist die Besonderheit in der Gastronomie?

Eine Ausnahme von der Kontaktbeschränkung gibt es: In der Gastronomie dürfen sich größere Gruppen treffen, solange es sich nicht um eine geschlossene Gesellschaft im Restaurant oder einem Nebenzimmer handelt. Man darf also beispielsweise an seinem Geburtstag für fünfzehn Personen reservieren und mit ihnen inmitten anderer Gäste im Restaurant sitzen. Dabei gilt 2G.

In der Begründung der Verordnung steht hierzu, "dass in gastronomischen Einrichtungen ohnehin im Rahmen der Kapazität mehrere Personen an verschiedenen Tischen zusammentreffen. Es wäre insoweit widersprüchlich, in der Gastronomie ein zufälliges Zusammentreffen mit Fremden, nicht aber ein Zusammentreffen mit Bekannten zu erlauben."

Welche Regeln gelten ansonsten für private Feiern?

Bereits länger gilt: Wer außerhalb von Privaträumen feiert, also beispielsweise einen Festsaal gemietet hat, darf nur Gäste mit 2G-plus-Nachweis empfangen. Wenn man am Tisch sitzt, entfallen der Mindestabstand und die Maskenpflicht. Seit dem 15. Dezember benötigen Geboosterte, deren letzte Impfung schon über zwei Wochen zurückliegt, keinen Test mehr für Feiern mit 2G plus. Als geboostert zählt man, wenn zusätzlich zur Grundimmunisierung eine weitere Impfstoffdosis erhalten hat. Laut Begründung der Verordnung zählt die zweite Impfung bei Johnson & Johnson als Teil der Grundimmunisierung, nicht als Auffrischung.

Bei Feiern in der eigenen Wohnung gilt zwar kein 2G plus, aber die Kontaktbeschränkungen greifen. In Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 1000 sind Veranstaltungen theoretisch verboten. Derzeit ist die Regelung aber ausgesetzt.