Experte mahnt

Darum sollten Sie dringend Hecken aus Kirschlorbeer oder Thuja aus dem Garten entfernen

28.7.2021, 13:43 Uhr
Kirschlorbeer ist in deutschen Gärten sehr beliebt.

Kirschlorbeer ist in deutschen Gärten sehr beliebt. © ulleo/Pexels/Pixabay/LizenzCC

Pflegeleicht und schön anzusehen - das sind bei vielen Hobbygärtnern die Hauptkriterien für die Pflanzenwahl im eigenen Garten. Vor allem bei großen Hecken um das eigene Grundstück sollte das Stutzen und Pflegen nicht allzu lange dauern.

Experte: Hecken aus Kirschlorbeer und Thuja sind ein großer Fehler

Viele greifen daher auf Kirschlorbeer oder Thuja zurück - ein großer Fehler, wie Sönke Hofmann, Geschäftsführer des Naturschutzbundes Deutschland, kurz NABU, erklärt. Diese und viele weitere Pflanzen seien für Tiere und die Umwelt völlig nutzlos.

"Wer Kirschlorbeerhecken pflanzt, begeht ein Verbrechen an der Natur", so Hofmann. "Selbst eine Betonmauer ist ökologisch wertvoller, auf ihr wachsen mit der Zeit wenigstens Flechten und Moose." Bestenfalls ein wenig Unterschlupf finden Vögel zwischen den Blättern, ernähren kann die Pflanze sie nicht.

NABU kritisiert: "Keine Ahnung und keine Geduld"

Der Kirschlorbeer wurde als Zierpflanze aus der Türkei hierzulande eingeführt. "In den vergangenen Jahren gab es eine Inflation dieser Sträucher, gemeinsam mit den ebenfalls exotischen Rhododendren verdrängen sie heimische Pflanzen. Damit verschwindet die Nahrungsgrundlage für Insekten und damit die Babynahrung vieler Vögel", ärgert sich der Naturschützer.

"Wer Lorbeerkirschen anpflanzt zeigt, dass er keine Ahnung und keine Geduld hat", wird Hofmann deutlich. Zum einen, weil die Pflanze für Menschen giftig sei, zum anderen weil sie sich über die Gärten langsam in den Wälder verbreite und dort heimische Pflanzen verdränge.

Diese heimischen Alternativen gibt es für den Garten

Neben Kirschlorbeer haben laut Naturschützern auch weitere Zierpflanzen wie Bambus, Dahlien, Rhododendron und Thuja kaum einen Nutzen für Tiere. Stattdessen raten sie zu heimischen und insektenfreundlichen Alternativen. Dazu gehören: Brombeere, Weißdorn, Hainbuche, Liguster, Haselnuss und Vogelbeere. Eine immergrüne Ausweichmöglichkeit ist die Eibe.

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