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Herbstliche Wanderwonnen bei Happurg

Spektakuläre Tour in der Frankenalb: Um Houbirg und Hochberg zum Hohlen Fels - 04.11.2011

Vom Hohlen Fels aus hat man eine prächtige Aussicht über den Herbstwald auf den Happurger Stausee. © Touristinformation Frankenalb


Vom Happurger Bahnhof aus folgt man der Hohenstädter Straße bis zum Marktplatz. Happurg (353 Höhenmeter), erstmals als „Havechesburg“ erwähnt, gehörte zu Reicheneck. An Chorbogen und Herrschaftsempore der Pfarrkirche aus dem 14. Jahrhundert befinden sich Wappen ehemaliger Nürnberger Pfleger.

An der Kirche links vorbei durch das Torhaus, dann links, die nächste Straße rechts und „Enger Weg“ links aufwärts. Mit Grünpunkt die Treppen hoch und schräg hinter den Häusern hoch. Mit der Straße rechts, dann einen Waldpfad steil aufwärts.

Start/Ziel: Happurg-Bahnhof.

Weg: Rund 16 km, 4 ½ Stunden.

Anfahrt: Mit der S1 zum Bahnhof Happurg oder mit dem Auto über die B14 über Hersbruck, Ausfahrt Happurg-Lauterhofen.

Parken: nahe dem Kuhbrunnen in der Hersbrucker Straße (so ist die Wanderung knapp zwei Kilometer kürzer).

Einkehren: in Happurg, mit kurzen Abstechern auch in Mittelburg oder Förrenbach.

Nach einer Weile taucht links der verschlossene Stolleneingang zum Doggerwerk auf. Gedenktafeln erinnern daran, dass hier 1944/45 KZ-Häftlinge beim Bau einer unterirdischen Rüstungsfabrik gestorben sind.

Jetzt führt der fast ebene Weg an Sandsteinfelsen und geschlossenen Stolleneingängen mit Fluglöchern für Fledermäuse vorbei. Nach kurzen Ausblicken geht es im Wald links herum in den „Schwandgraben“. Jetzt aufpassen! Hier gehen wir etwa 80 Meter links aufwärts, verlassen dann den grünen Punkt und steigen ohne Zeichen auf dem Trampelpfad rechts steil hoch. Oben geht es rechts und dann auf breitem Weg links an Gartengrundstücken vorbei.

Bei den ersten Wohnhäusern folgen wir dem Asphaltweg abwärts, gehen in der Rechtskehre mit Grünpunkt links ab und unterhalb des Wasserhauses in der gewohnten Richtung auf breitem Fahrweg im Wald stetig weiter aufwärts. Nach längerer Waldwanderung gehen wir mit Grünstrich und Rotgelb kurz links aufwärts, dann mit rotem D und H wenige Schritte rechts und dann links im Waldmantel weiter, die Mittelburger Felder zur Rechten. Bald türmen sich links am Domberg die wild zerklüfteten Felsen der sogenannten „Johannisburg“.

Dort verlassen wir das rote D und folgen dem H rechts zum nahen Hochberg hinüber. Auf dem quer verlaufenden Fahrweg geht es aufwärts und vor dem Acker rechts. Noch vor der Scheune folgen wir rechts den kleinen Wegweisern „Archäologischer Rundweg“ in den Wald.

Nach der Anhöhe geht es links abwärts zu zwei weiteren Infotafeln über die vorgeschichtliche Höhensiedlung, dann kurz zurück und vorsichtig hinauf auf die mächtige Felskuppe des Hochberges (619 Höhenmeter). Auf der Rückseite führen die Wegweiser abwärts und nach der Infotafel „Fundgegenstände“ rechts durch die Felsen und auf bekanntem Weg wieder aufwärts zur Scheune.

Hier kommt Gelbpunkt von Mittelburg herauf und beide Zeichen führen links am Wald entlang. Bald führt der Fahrweg rechts abwärts in den Wald, das rote D kommt und verlässt uns gleich wieder mit dem gelben Punkt.

Wir folgen dem Fahrweg weiter abwärts und biegen erst oberhalb des Wasserhauses mit Edelweiß auf Grün in spitzem Winkel links ab und gehen im Wald bald wieder aufwärts um die Felsberge. Dann kommt uns das rote D entgegen und beide Zeichen führen rechts mit dem Fahrweg zunächst steil abwärts zum Waldende. Direkt vor Arzlohe biegen wir links ab, kommen zum Backofen am südlichen Ortsende und mit schönem Wegweiser zur nahen Kapellenruine.

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Gastrokarte Happurg


Hohe Mauerreste, das Eingangsportal, ein Seiteneingang und ein Chorfenster sind von der einst 18 mal acht Meter großen Kapelle „Zum heiligen Baum“ noch erhalten. Wir müssen hier 60 Meter zurück und bei den Wegweisern mit Gelbkreuz links hochsteigen. Gleich am Acker wieder links und auf ebenem Weg bis zur Wegekreuzung. Dort verlassen wir beide Markierungen und folgen dem von Mittelburg kommenden gelb-rot markierten Weg rechts aufwärts durch Wald mit moosgrünen Felsbrocken.

Vor der letzten Höhe verlassen wir den breiten Weg, folgen dem Pfad über den Felsgipfel und steigen dann beim Buchendrilling links steil ab. Unten kommt Grünkreuz aus Arzlohe und mit allen Zeichen geht es über die Lichtung weiter abwärts.

 

Mächtige Hallenhöhle

An der nächsten Lichtung kreuzt Blaupunkt (Förrenbach-Reckenberg). Hier kurz links und dann rechts im Waldschatten weiter abwärts. Grünpunkt und Gelbpunkt kommen dazu und mit allen Zeichen wandern wir links herum leicht aufwärts durch schönen Laubwald. An der Weggabel folgen wir Gelbpunkt links auf die Felsen zu und kommen durch einen Torbogen zur Höhle, dem „Hohlen Fels“. Diese mächtige Halle mit kleineren Nebenhöhlen zählt zu den frühesten vorgeschichtlichen Siedlungsstätten der nördlichen Frankenalb.

Wir müssen durch das Tor zurück, steil hochsteigen, können zweimal hinaus auf die Kanzel mit unbeschreiblich schönem Blick auf Förrenbach mit südländisch anmutender Kirche, den 1950 angelegten Stausee, Happurg und Hersbruck mit den beiden Hansgörglgipfeln. Dann weiter steil hoch zur Sitzgruppe, dort verlassen wir Grün- und Gelbpunkt und folgen den anderen Zeichen abwärts auf schönem Waldweg durch den Keltenwall und erreichen an einem Quellbrunnen vorbei das Waldende oberhalb von Happurg.

In seinem Buch „Wandern im Nürnberger Land“, Pfeiffer Verlag, 11,90 Euro, ISBN 978-3-927412-24-8, stellt Albert Geng weitere 24 Routen vor.
  

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