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"Fisherman's Friends": Singende Seebären

Wie rauhe Kerle die Hitliste stürmten: "Fisherman's Friends". - 08.08.2019 08:00 Uhr

Harte Kerle, stürmische Lieder: Die Fisherman's Friends haben gar kein Interesse daran, Popstars zu werden. Gemeinschaft und die Natur sind ihnen wichtiger. © Splendid Film


Er gibt Danny den Auftrag, mit den Seebären eine Platte zu machen – was eigentlich nur ein Scherz ist. Doch Danny ist nach anfänglichem Zögern bald wirklich überzeugt, hier einen Schatz an authentischer Musik heben zu können.

Und tatsächlich liegt ein bisschen Magie in der Luft, wenn die Herren singen: Selbst bei stürmischem Wetter auf einem Boot klingt alles wie eine Tip-Top-Studioproduktion, inklusive Musik, obwohl keiner der Kerle ein Instrument dabei hat. Und natürlich hilft es auch, dass der Chorleiter Jim (James Purefoy) eine hübsche Tochter (Tuppence Middleton) hat, die Danny nicht aus dem Kopf geht.

Doch die Fischer haben gar kein großes Interesse daran, als "älteste Boygroup der Welt" vermarktet zu werden. Denn hier in Cornwall, so wird Danny belehrt, sind Freundschaft, Integrität und ein Leben im Einklang mit der Natur viel wichtiger als Geld und Erfolg...

"Fisherman's Friends" basiert lose auf der Biografie der gleichnamigen Band, die 2010 von einem Radiomoderator auf Urlaub entdeckt wurde und die seither große Erfolge feiert. Regisseur Chris Foggin machte daraus ein recht gelacktes Filmchen von der Stange, das die üblichen Stationen des Genres ohne große Überraschungen abhakt. Wer die "Sch'tis" oder "Wie im Himmel" gesehen hat, braucht die singenden Fischer nicht wirklich. Die Filmemacher sehen das allerdings definitiv anders: "Fisherman's Friends 2" ist bereits in der Mache. Ein Schelm, wer da hinter den Shantys auch den Lockruf des Geldes hört ... (GB/112 Min.)

Peter Romir

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