Donnerstag, 14.11.2019

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"M.C. Escher": Reise in die Unendlichkeit

Porträt der Kunstikone läuft ab sofort in den Kinos an - 10.10.2019 09:00 Uhr

M. C. Escher wurde durch seine surrealen Darstellungen berühmt. © MFA+Verleih


Die Hippies der 1960er fanden seine visuell immer neu gestaltete "Reise in die Unendlichkeit" – so der deutsche Untertitel des Films – ihren LSD-Visionen so wesensverwandt, dass sie die Werke, das Copyright missachtend, nachdruckten, bunt ausmalten und als Poster verkauften. Der Meister der schwarzweißen Drucke schäumte, ließ Mick Jagger mit dem Auftrag für ein Plattencover abblitzen, und einen Film über sich traute er eigentlich auch nur sich selbst zu.

Jetzt hat sein Landsmann Robin Lutz aus den Beständen der Escher-Stiftung ein Porträt dieser Kunstikone wider Willen zusammengestellt, die sich auf den schriftlichen Nachlass Eschers (in der deutschen Fassung gesprochen von Matthias Brandt) stützt, auf Bilddokumente, Interviews mit den Söhnen und dem Pop-Veteranen Graham Nash, einem Escher-Fan reinsten Wassers.

Lutz versteht es, für den Erfinder der Labyrinthmosaiken und penibel ausgeführten optischen Täuschungen wieder jenes Interesse zu wecken, das diesem weitgereisten Grübler und nimmermüden Holzschneider zusteht. Und zwar ohne überhöhende Tricks, wenn man Bachs Orgeltosen zu abgründigen Überlegungen des Meisters mal ausnimmt. Die Animationen zum Thema "Krempeltierchen" hätten Eschers Beifall gefunden, seine Mosaikerfindungen, koloriert als Tätowierung auf Hipsterarmen, wohl weniger. Eine sehr unterhaltsame Einführung in Eschers Unendlichkeiten. (NL/ 80 Min.)

wu

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