Früher in Bier enthalten

Potentiell tödliche Wirkung: Diese hochgiftige Pflanze sollten Sie niemals im Garten haben

2.8.2021, 16:08 Uhr
Blüht schön und ist hoch gefährlich: Das schwarze Bilsenkraut

Blüht schön und ist hoch gefährlich: Das schwarze Bilsenkraut © Zajcsik//Pexels/Pixabay/LizenzCC

Augen auf bei der Pflanzenwahl an alle Hobbygärtner: Das Schwarze Bilsenkraut findet vermehrt seinen Platz in Gärten, obwohl es da eigentlich überhaupt nichts zu suchen hat. Bereits geringe Mengen des Krauts können schwerwiegenden Einfluss auf die Gesundheit haben und zum Tod führen.

Das auf den ersten Blick etwas unscheinbar anmutende Kraut blüht mit einer auffälligen gelblichen Blüte mit schwarz-violettem Stempel in der Blütenmitte. Nach außen hin bildet die Blüte des Bilsenkrauts ein Netzmuster. Die Pflanze wird rund 80 Zentimeter groß und blüht von Juni bis Oktober. Auch wenn das Kraut in voller Blüte hübsch anzusehen ist, sollten die Pflanzen aus dem eigenen Garten tunlichst ferngehalten werden. Bereits eine Menge von 15 Samenkörnern können bei Kindern zum Tod führen.

Wirkung reicht von Halluzinationen bis zum Tod

Geringere Menge können verschiedene Effekte haben. Halluzinationen, ein beschleunigter Puls- und Herzschlag sowie Bewusstseinsstörungen sind nur einige Beispiele der Wirkungen der Pflanze. Auch der starke aromatische Geruch des Krauts kann eine betörende Wirkung haben.

Historisch gesehen hat das Schwarze Bilsenkraut eine lange Geschichte als Gift- aber ebenso als als Heilpflanze. Aus zahlreichen Dokumenten geht laut apotheken.de hervor, dass das Kraut bereits in der antiken Medizin eingesetzt wurde. Zum großen Teil wurde die Pflanze als Beruhigungsmittel eingesetzt. Auch heutzutage wird Bilsenkraut eine entkrampfende und narkotische Wirkung attestiert. In Form von Ölen oder Tinkturen ist Bilsenkraut in Apotheken erhältlich. Die Einnahme der Pflanze muss unbedingt mit einem Arzt abgesprochen werden und sollte keinesfalls auf eigene Faust ausprobiert werden.

Im Mittelalter wurde das Kraut sogar zum Bier brauen verwendet

Das Kraut kommt in vielen Bereichen der weltweiten Medizin zum Einsatz. Im Mittelalter wurde es sogar Bier beigemischt, um die berauschende Wirkung des Alkohols zu verstärken. Erst mit der Einführung des Deutschen Reinheitsgebots verschwand die Pflanze aus dem Getränk.

Wer die Pflanze bei sich im Garten entdeckt, sollte sie mit Handschuhen entfernen und den Duft des Krauts nicht einatmen. Auch bei Spaziergängen mit Haustieren sollte darauf geachtet werden, dass die Tiere der Pflanze am Wegrand nicht zu nahe kommen.

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