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Austrias Schwaben im Brandnertal

Familien werden viele Alternativen abseits der Piste geboten - 07.12.2018 11:57 Uhr

Oberhalb des Brandnertals führen Panoramawanderwege wie der Natursprüngeweg über Sonnenhänge. Auch im Winter lernen hier Große und Kleine spielerisch an mehreren Stationen Spannendes über die Natur und ihre Bewohner in Wald und Wasser der Alpen. © Matthias Niese


Schon die gut 320-Kilometer- Anfahrt ins Brandnertal führt ab Nürnberg über Ulm und Memmingen vor allem durch Schwabenland. Das ist mal eine andere Route in den Winterurlaub als die ewige Rennstrecke via München.

In Vorarlberg fällt auf, dass hier in Architektur und Brauchtum wenig Alpenkitsch gepflegt wird. Das Brandnertal ist ein Walsertal und wurde erst im späten Mittelalter besiedelt. Es ist klein, gemütlich und überschaubar, mit etwas eigenwilligen, reservierten Menschen. Große Hotelketten findet man hier nicht, die Häuser werden in der Regel von alteingesessenen Familien betrieben. Ideal für einen Familienurlaub, bei dem man nicht jeden Tag von früh bis spät auf Skiern steht, sondern auch abseits der Pisten entspannt im Winter urlaubt.

Man darf hier natürlich trotzdem Skifahren: 14 Lifte bringen die Wintersportler auf 55 Pistenkilometer bis zu 2000 Meter hoch. Das Skigebiet ist für seine Größe außergewöhnlich abwechslungsreich, mit drei Talabfahrten, Pisten in Blau, Rot und Schwarz, breiten Skihängen und gemütlichen Ziehwegen, die kilometerweit am sonnenbeschienenen Hang von Seitental zu Seitental führen.

Bilderstrecke zum Thema

Familienurlaub im winterlichen Brandnertal

Gemütliches Skifahren oder Schlittenfahrten mit Husky-Gespann: Im Brandnertal wird jeder Winterurlauber glücklich - und Käsespätzle gibt es auch noch.


Weil Familienhotels wie das "fam lagant" in Brand auf Wunsch um sieben Uhr morgens die Kinder zum Pyjamafrühstück und zur Kinderbetreuung abholen, können die Eltern mal ohne die Kleinen in den Schnee. Machen die Kinder einen Skikurs, stehen sie montags noch wacklig auf den Brettchen und sausen freitags beim Abschlussrennen um Slalomstangen. Danach geht’s mit den Eltern ins Schwimmbad oder auf den Brandner Tiererlebnispfad mit Eseln, Schneehühnern und Spurensuche im Schnee.

Schlitten stehen im Brandnertal vor fast jedem Haus und an den Talstationen der Lifte, mit vier zum Teil beleuchteten Rodelbahnen im Tal und in der Höhe ist es ein Rodel-Eldorado. Bei der Rodelsafari zum Beispiel, einer gut ausgeschilderten Höhen-Winterwanderung, stapft man von der Panoramabahn ein Stück hinauf auf den Burtschasattel, dann kilometerweit in der Sonne den Furklahöhenweg entlang auf die Tschengla-Hochalm, wo man einen herrlichen Panoramablick auf fünf Täler hat.

Von hier aus fährt man nur noch rasant nach unten. Die kurvige Rodelbahn nach Bürserberg ist so steil, dass die Schlittenpiloten die Hacken tief in den Schnee stemmen müssen, um nicht aus der Kurve zu fliegen. Der Hauptort Brand ist ein kleiner Skiort, gefeiert wird hier in großem Stil. Schon am frühen Nachmittag lockt im Zentrum der Heuboda zum Après-Ski mit Gaudi-Musik auf der Terrasse und in der Hütte.

Der Spaßtempel macht angeblich den größten Bierumsatz Vorarlbergs, ist aber dennoch harmlos genug, dass viele Eltern zumindest bis zum Abendessen auch ihre Kinder mitnehmen. Die tanzen dann ausgelassen vor der Bühne zu den Hits des Alleinunterhalters.

Weitere Informationen gibt es von Brandnertal Tourismus, Mühledörfle 40, A-6708 Brand, Tel. (+43/55 59) 5 55, www.brandnertal.at, die diese Reise zum Teil unterstützt haben.

Vorarlberg kulinarisch: Das Rezept zu den Vorarlberger Käsknöpfle

 

Matthias Niese Magazin am Wochenende / Gute REISE E-Mail

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