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Baumers brutaler Berliner Bunker

Diesmal besucht unser Hauptstadt-Korrespondent den Mäusebunker, ein Betonmonstrum in Steglitz - 30.04.2021 07:21 Uhr

Dieser Baustil ist am Aussterben: Beton-Brutalismus.

27.04.2021 © Harald Baumer


Oft wirken Gebäude des Brutalismus wie gestrandete Raumschiffe oder aus dem Meer aufgetauchte Atom-U-Boote. Ein gutes Beispiel dafür ist der Berliner Mäusebunker. Die Fenster sehen aus wie Schießscharten, zudem ragen blaue Rohre wie Kanonen aus dem Beton heraus.

Der Spitzname Mäusebunker rührt daher, dass sich hier Laboratorien befanden, in denen durch Wissenschaftler der Freien Universität Tierversuche durchgeführt wurden. Nun wird der Bau aus dem Jahre 1971 nicht mehr gebraucht und soll ersten Plänen zufolge abgerissen werden. Die Fachwelt protestiert, denn der Brutalismus ist weltweit vom Aussterben bedroht. Die Gebäude sind oft gar nicht so leicht umzunutzen, wenn ihr eigentlicher Nutzungszweck entfallen ist. Und sie werden eben von vielen weder als schön noch als erhaltungsbedürftig empfunden.

Bilderstrecke zum Thema

Baumers Berlin: Das sind die geheimen Lieblingsorte unseres Hauptstadt-Korrespondenten

Berlin ist eine der angesagtesten und dynamischsten Metropolen der Welt. Weil die Stadt ständig ihr Gesicht ändert, lohnt sich jederzeit eine Reise an die Spree. Einer, der immer dort sein darf, ist NN-Hauptstadtkorrespondent Harald Baumer. In unsrer Serie Baumers Berlin führt er Sie an seine ganz persönlichen Lieblingsorte. Hier sehen Sie, wo er schon war.


So kommen Sie hin:
Tierversuchslabor, Hindenburgdamm 26, 12203 Berlin-Steglitz; S-Bahnhof Lichterfelde-Ost, dann etwa 1500 Meter zu Fuß. Das Areal darf nicht betreten werden, die Architektur ist aber auch von außen gut zu erkennen.

Mehr persönliche Lieblingsorte von unserem Berlin-Korrespondent Harald Baumer.

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