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Dahoam radeln

Vier Tipps für entspannte Touren im oberbayerischen Alpenvorland - 27.06.2020 08:00 Uhr

Gemütliches Dahinrollen mit Panorama bei Eschenlohe.

© imago/imagebroker


Familien-Radtour durch den Naturpark Ammergauer Alpen:

Auf den Spuren des bayerischen Märchenkönigs Ludwigs II. radeln die Besucher auf der "Königsrunde", die Kultur-Attraktionen und herrliche Landschaften wie das Naturschutzgebiet Weidmoos verbindet. Vom Passionsspieldorf Oberammergau führt der Radweg nach Ettal, wo die 41 Kilometer lange Runde für einen Blick in die barocke Basilika und die Rokoko-Sakristei unterbrochen werden sollte. Ein Stopp bei der Schaukäserei Ettal lohnt sich. Für eine Rast bietet sich (jetzt oder auf dem Rückweg) die Ettaler Mühle an. In einem der schönsten Biergärten in der Umgebung kommen bayerischer Zwiebelrostbraten mit Speckbohnen und klassischer Schweinsbraten auf den Tisch. Das kulturelle Highlight wartet am Ende des Graswangtals: Schloss Linderhof mit seinen Parkanlagen. Von dort geht es auf die andere Talseite, wo die Räder gemütlich durch das Kohlbachtal und Graswang nach Dickelschwaig rollen. Vorbei an der Ettaler Mühle und durchs Weidmoos geht es zurück zum Startpunkt, wo die Tour um eine landschaftlich schöne Schleife nach Unterammergau und zurück entlang der Ammer verlängert werden kann.

Berge und Seen am Loisach-Radweg:

Die kleine Schwester der Isar (mit dem berühmteren Isarradweg) ist als Radroute noch ein Geheimtipp. Es radelt sich auf dem Weg von den Quellen bei Lermoos in Tirol überwiegend auf bequemen Wegen bis nach Wolfratshausen, wo die Loisach nach rund 113 Kilometern in die Isar mündet. Sehr sportliche Radler erledigen die gesamte Tour in einem Tag. Aber dann bleiben Genuss und Gemütlichkeit auf der Strecke. In Grainau bei Garmisch-Partenkirchen lohnt es sich, die Räder für einen Bummel durch die Altstadt abzusperren. Auf der Weiterfahrt gen Norden erzwingen bei Farchant die Kuhfluchtwasserfälle den nächsten Stopp. Über Oberau und Eschenlohe rollen die Räder mal am Ufer der Loisach entlang, mal durch blumenreiche Moor- und Sumpflandschaft, an Teichen und Tümpeln vorbei nach Ohlstadt. Einen Abstecher lohnt das Freilichtmuseum Glentleiten, bevor es durch das "Blaue Land" – der Heimat berühmter Maler wie Franz Marc und Wassily Kandinsky – weitergeht zum Kochelsee. Kunstliebhaber statten dort dem Franz-Marc-Museum einen Besuch ab. Weitere Stationen sind die Klöster in Benediktbeuern und in Beuerberg mit sehenswerten wechselnden Ausstellungen. Von dort ist es nur noch ein Katzensprung bis zur Flößerstadt Wolfratshausen.

Zwischen Isar und Kirchsee durchs Tölzer Land:

Einen bei Urlaubern etwas weniger bekannten Fleck des Tölzer Lands entdecken Radler bei einer Tour von Lenggries zum Kloster Reutberg. Am Fuße des Braunecks rollen die Räder durch die leicht hügelige Landschaft nach Gaißach und weiter über Greiling und Reichersbeuern nach Sachsenkam zum Kloster Reutberg. Nach der Hälfte der Tour mundet im herrlichen Biergarten des historischen Klosterbräustüberls mit weitem Blick über die Landschaft das selbstgebraute Bier. Dazu schmeckt eine halbe Bauernente vom Grill mit Knödel und Apfelblaukraut oder die Reutberger Brotzeit mit Schinken, Käse, Kaminwurzen und Bierbrot. Nach der Einkehr geht es an den drei Kilometer entfernten Kirchsee zum Relaxen. In Bad Tölz steht ein Bummel durch die Marktstraße auf dem Programm. Ein weiter Blick über das Isartal und die Bergkette am Horizont bietet sich vom Kalvarienberg. Überwiegend dicht am Ufer der Isar entlang führt der Radweg zurück zum Ausgangspunkt in Lenggries – nach 50 Kilometern.

Mountainbike-Runde um den Wendelstein:

Diese Tour ist kein Vergnügen für Untrainierte. Auf dem 50 Kilometer langen Rundkurs sind insgesamt rund 1600 Höhenmeter zu bewältigen. Die Anstrengung wird jedoch mit einer grandiosen Landschaft rund um einen der berühmtesten Berge am Alpenrand belohnt. Den Ausblick vom Gipfel sollte sich niemand entgehen lassen. Hinauf geht es vom Bayrischzeller Ortsteil Osterhofen mit der Seilbahn oder von Brannenburg auf der anderen Seite des Berges mit der nostalgischen Zahnradbahn. Viel Zeit einzuplanen ist für die Rundfahrt in jedem Fall ratsam, denn es warten unterwegs zahlreiche Aussichtspunkte. Dazu verleiten einige Wirtshäuser zum längeren Verweilen, etwa die urige Schuhbräu-Alm 1157 Metern.

Rudi Stallein

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