Montag, 18.01.2021

|

zum Thema

Darf ich trotz Corona mit dem Wohnmobil verreisen? Das ist der aktuelle Stand in Bayern

Ausgangssperre macht mehrtägige Reise derzeit unnmöglich - 08.01.2021 10:14 Uhr

Wintercamper auf einem Platz in den Alpen.

27.11.2020 © Matthias Niese, NN


Urlauber, die aus innerdeutschen Gebieten an ihren Heimatort zurückkehren, müssen aktuell keine Quarantänepflicht befürchten. Darf man also im eigenen Fahrzeug übernachten, wenn man etwa im kleinsten Kreis autark unter sich bleibt und tagsüber höchstens Spaziergänge oder Langlauf in verschneiten Höhenlagen betreibt? Bewegung an der frischen Luft bleibt ja bislang ausdrücklich erlaubt.

Bilderstrecke zum Thema

Ausprobiert: Wintercampen am Achensee

Günstig und abenteuerlich: so lässt sich Wintercampen im Skigebiet beschreiben. Zum Beispiel am österreichischen Achensee.


Bis zum Inkrafttreten der Zehnten Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung am 9. Dezember galt noch die Regelung: Verboten ist ein Ausflug über Nacht mit dem Wohnmobil nur, wenn man in einem Hotspot-Landkreis übernachtet. Wo keine nächtliche Ausgangssperre galt, war die Übernachtung prinzipiell möglich.

Wohnmobil zählt nicht als Wohnung

Da nun bayernweit das Verlassen der Wohnung zwischen 21 und 5 Uhr verboten ist, stellt sich die Lage anders dar. Ein Sprecher des Bayerischen Innenministeriums erklärt dazu: "Ein Aufenthalt in einem Wohnmobil mit Übernachtung in selbigem ist nicht gleichzusetzen mit einem Aufenthalt in einer Wohnung und somit nicht erlaubt." Dazu kommt noch, dass reine Spazierfahrten keinen triftigen Grund darstellen würden, die das Verlassen der Wohnung rechtfertigen.

Was normalerweise gilt

Normalerweise gilt laut §12 der Straßenverkehrsordnung (StVO): Das Parken und Übernachten im Wohnmobil oder Caravangespann ist in Deutschland dort erlaubt, wo es nicht ausdrücklich verboten ist. Das gilt auch über Nacht zur Wiedererlangung der Fahrtüchtigkeit, in der Regel also maximal zehn Stunden - auch auf Wanderparkplätzen.

Allerdings hat man sich in einem Reisemobil schon vor dem harten Lockdown dem Verdacht ausgesetzt, dass die eigene Anwesenheit touristische Gründe hat. Es konnte also schon vorher sein, dass man der Polizei kritische Fragen beantworten musste. Nun droht Campern nach den neuen Regeln ein Bußgeld von mindestens 500 Euro.


++ Die aktuelle Corona-Entwicklung im Liveticker ++


Der Artikel wurde mehrfach aktualisiert.


Sie wollen Ihre Meinung zu den Maßnahmen in der Corona-Krise kundtun oder sich mit anderen Usern zum Thema austauschen?

Hier haben Sie die Möglichkeit dazu.

Sie möchten über die Corona-Impfung diskutieren?

Dann ist hier der richtige Ort dafür.

Seite drucken

Seite versenden


weitere Meldungen aus dem Ressort: Reise