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Das sind Reisetrends der Zukunft

Astrotourismus, Blicke in die Vergangenheit, Umweltschutz: So spannend wird Urlaub - 03.01.2019 18:04 Uhr

Um eine Sonnenfinsternis zu sehen, würde manche sogar bis nach Indien reisen. © AP


Dem Astrotourismus gehört die Zukunft: Nicht nur, weil sich Milliardäre wie Richard Branson und Elon Musk derzeit einen Wettlauf liefern, wer es zuerst schafft, Touristen ins All zu schießen, ist diese Reiseform im Kommen. Allein die Tatsache, dass die totale Sonnenfinsternis über den USA 2017 mehr als sieben Millionen Menschen auf die Beine brachte, die das Ereignis vor Ort verfolgten, weist auf einen Trend hin. Nicht viel weniger anreisende Beobachter werden erwartet, wenn es im Juli 2019 zu einer Sonnenfinsternis über Südamerika kommt. Immer mehr Menschen begeben sich auch auf Trips, um Sterne, Polarlichter und andere Himmelsphänomene zu beobachten.

Computergestützte Realität, also Virtual Reality, ist in der Reisebranche keine Zukunftsmusik mehr. Zunehmend entwickelt sie sich zu einem Standardhilfsmittel, mit dem Urlauber bereits von zu Hause aus Ziele und Hotelzimmer auskundschaften. Aber auch Museen und andere Touristenattraktionen erkennen das Potenzial dieser Technologie, denn sie bietet packende Perspektiven. Und nicht nur das: Paris im 18. Jahrhundert im Vergleich zu heute oder eine Tour durch das höchste Gebäude der Welt, das Burj Khalifa in Dubai – mit den visuellen Möglichkeiten können virtuelle Einblicke erstellt werden, die in der Wirklichkeit nicht möglich sind.

E-Autos statt Benziner: In der Mietwagenbranche sind umweltfreundliche Vehikel ein großes Thema, denn die Kundschaft will immer häufiger einen möglichst geringen ökologischen Fußabdruck hinterlassen. Allerdings sind die Flotten an die Länder mit der besten Infrastruktur für Elektrowagen gebunden. Denn es muss genügend Aufladestationen geben. Deutschland gehört zu den Nachzüglern. Norwegen, die Niederlande, Schweden und mit etwas Abstand Frankreich und Großbritannien sind bei E-Autos führend.

Zurück zu den Ahnen: Wie viel Afrika, Asien, Europa oder Amerika steckt in mir? Ahnenforschung ist dank Internet und immer preiswerterer DNA-Analysen keine Frage des Geldes mehr. Wer wissen will, woher seine DNA stammt, kann diese bereits für unter 100 Euro testen lassen und wird staunen, dass fast jeder etwas von der ganzen Welt in sich trägt. Zugleich erweist sich das Internet als große Hilfe, wenn es darum geht, Familienstammbäume zurückzuverfolgen.

Venedig, Barcelona und Dubrovnik sind beängstigende Beispiele für Overtourism und dafür, dass zu viele Touristen eine zerstörerische Kraft entwickeln. Die Frage dreht sich also darum, Massen zu entzerren und andere attraktive Regionen touristisch zu entwickeln. Potenzielle Kandidaten sind Städte wie Toronto oder Ljubljana. Und als unterschätzte Naturregionen gibt Lonely Planet die dänischen Faröer Inseln sowie die kanadischen Nationalparks an. 

Tinga Horny

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