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Der Oscar für Sehenswürdigkeiten

Unesco-Welterbestätten sind besondere Touristenmagnete - 07.12.2019 07:34 Uhr

Die Kutschpferde aus Kladruby verzückten schon Sisi. © Michal Cizek/afp


Jaipur in Indien

Gemeinsam mit Delhi und dem Taj Mahal (das längst Welterbe ist) bildet Jaipur Indiens "Goldenes Dreieck". Die Hauptstadt von Rajasthan, wegen der Farbe ihrer wichtigsten Bauten "die rosafarbene Stadt" genannt, hat ein geometrisch geplantes Altstadtviertel und in der Mitte den Stadtpalast mit seinen prächtigen Pfauentoren. Nebenan kann man durch die mit 27 Metern größte Sonnenuhr der Welt spazieren: Sie heißt Jantar Mantar, ist aus dem 18. Jahrhundert und zeigt die Zeit mit einer Abweichung von höchstens zwei Sekunden an. Jaipurs größter Schatz liegt wenige Kilometer außerhalb über einem kleinen See: Der Amber-Palast mit seinen prachtvollen Spiegelmosaiken und lauschigen Ziergärten.

Montanregion Erzgebirge

Das Erzgebirge hat seinen Namen nicht von ungefähr. 800 Jahre alt ist die Geschichte des Bergbaus im Grenzhöhenzug zwischen Sachsen und Tschechien. Zuerst wurden Zinn und Silber aus der Tiefe geholt, ab Ende des 19. Jahrhunderts auch Uran. Das alles lässt sich auf einem Roadtrip entlang der touristischen Silberstraße zwischen Zwickau und Dresden besichtigen. Auf dieser Route liegen rund 15 Besucherbergwerke.

Islands Vatnajökull-Gletscher

Europas größter Gletscher schiebt seine eiskalten Massen über die Felsen Islands. Der Vatnajökull-Nationalpark umfasst fast 15 Prozent der Insel aus Feuer und Eis. Und er birgt ein heißes Geheimnis: Unter der Eiskappe des Gletschers liegen acht aktive Vulkane. Auf geführten oder individuellen Touren lassen sich so spektakuläre Naturphänomene wie der Dettifoss-Wasserfall, die Ásbyrgi-Gletscherschlucht und die Hljóðaklettar-Felsformation in der Schlucht Jökulsárgljúfur bewundern.

Gran Canarias heiliger Berg Risco Caído

Weit weg von den Stränden Maspalomas und Playa del Inglés erheben sich im Inselzentrum die heiligen Berge. An einem Abhang in 1200 Metern Höhe fand der Archäologe Julio Cuenca im Jahr 1995 eine 2000 Jahre alte Höhlensiedlung. Als Sensation erwiesen sich dort die historischen Wandmalereien an der Höhle Nummer 6: Genau von Frühlings- bis Herbstanfang geschieht dort täglich ein verblüffendes optisches Schauspiel. Durch eine Öffnung in der Höhlendecke dringt die Sonne ein und beleuchtet die Gravuren der Ureinwohner.

Die Proseccohügel im Veneto

Nördlich von Venedig schlängelt sich Italiens älteste Weinstraße durch die liebliche Hügellandschaft. Doch auf den rund 40 Kilometern der Proseccostraße zwischen Conegliano und Valdobbiadene lassen sich nicht nur prickelnde Erlebnisse in schmalen Sektkelchen sammeln. Die Proseccohügel sind auch eine einzigartige Kulturlandschaft. Über Jahrhunderte haben Menschen diese Natur geformt und enge Terrassen angelegt, die Ciglioni. Das Besondere daran: Die Weinreben ziehen sich sowohl waagerecht als auch senkrecht entlang der steilen Hügel und formen so Dreiecke und Sterne, die von fern aussehen wie gewaltige Stickereien der Natur.

Das tschechische Kladruber-Gestüt

Ein Paradies für Pferdefreunde: Im tschechischen Nationalgestüt von Kladruby knapp 100 Kilometer östlich von Prag werden die echten Altkladruber gezüchtet. Schon Kaiserin Sisi und ihr Gemahl Franz Joseph waren Fans dieser Vorzeigerasse unter den Kutschpferden. Der Zuchtstall in Selmice ist mit dem Gestüt durch eine vier Kilometer lange Lindenallee verbunden. Wer sich zeitig genug anmeldet, kann sich sogar eine Kutsche samt Pferden ausleihen oder eine Kutschfahrt buchen.

Hans-Werner Rodrian

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