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Diese Ausflüge dürfen Sie über Neujahr und in den Weihnachtsferien machen

Sportliche Ertüchtigung an der frischen Luft bleibt erlaubt, daher können wir trotzdem vor die Tür - 28.12.2020 11:51 Uhr

Winterwanderung auf einer fränkischen Obstwiese - wo genau, verraten wir nicht. Schließlich sollen wir Menschenansammlungen vermeiden.

23.12.2020 © Tourismusverband Romantisches Franken, ARC


In Bayern gilt: Das Verlassen der Wohnung ist derzeit nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Das Innenministerium führt 14 dieser triftigen Gründe auf, der zehnte davon lautet: "Sport und Bewegung an der frischen Luft unter Beachtung der Kontaktbeschränkung" - nähere Details sind nicht genannt und lassen somit Spielraum.

Für die meisten wird das ein Spaziergang, eine kleine Wanderung oder das Joggen im Park oder nahen Wald sein, vielleicht nach kurzer Fahrt in die Natur rund um ihren Wohnort. Und im öffentlichen Raum dürfen wir etwa als Kernfamilie unter uns bleiben oder uns mit einer eingeschränkten Zahl anderer Personen treffen.

Bezüglich der maximalen Personenzahl (über Weihnachten war man großzügiger) gilt: "Private Treffen sind an Silvester und Neujahr nur möglich mit den Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich den Angehörigen eines weiteren Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird; die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht." Das gilt ausdrücklich auch für Bewegung an der frischen Luft.

Bewegung im Freien muss nicht nahe der Wohnung stattfinden

Und es steht nirgends, dass die körperliche Ertüchtigung im unmittelbaren Umfeld des Hauses oder der Wohnung stattfinden muss. Das wiederum heißt: Jedes innerdeutsche Ziel (nach Einreise ins Ausland oder Rückkehr aus dem Ausland müssen Sie derzeit eh in Quarantäne), das Sie ab 5 Uhr früh und mit Heimkehr um 21 Uhr erreichen, ist theoretisch denkbar. Darunter also selbst eingeschneite Höhenlagen - spätestens um/nach Silvester könnten je nach Region und Höhe endlich wieder Flocken fallen, teils hat es schon geschneit. Wer gegen die nächtliche Ausgangsbeschränkung verstößt, zahlt in Bayern 500 Euro Strafe.

In der in einem Tagestrip erreichbaren näheren Umgebung sind das etwa Frankenalb, Naturpark Altmühltal oder Fränkische Schweiz, aber auch Thüringer Wald, Frankenwald, Fichtelgebirge, Oberpfälzer- und Bayerischer Wald und - wer sich das antun mag - sogar die bayerischen Alpen. Wie die Situation in einigen der genannten Gebiete derzeit ist und was Sie dort theoretisch unternehmen könnten, sagt Ihnen dieser Artikel:

Sie sollten allerdings stets beachten, ob das von Ihnen ausgewählte Ziel vielleicht einen noch höheren Inzidenzwert hat, als Ihr Heimatort. So haben ausgerechnet Gemeinden wie Regen oder Freyung-Grafenau im südlichen Bayerischen Wald mit die höchsten Werte in Deutschland - Zahlen, die sich täglich dort, aber auch in anderen Regionen ändern können. Solche besonders heißen Hotspots sollten Sie grundsätzlich meiden.

Bis zur Einführung des harten Lockdowns waren übrigens Wohnmobile, Caravans oder Campingbusse die einzige Möglichkeit, noch auf einer Reise zu übernachten und so etwas weiter wegzufahren.

Dieses Schlupfloch hat die Staatsregierung gestopft, indem sie das nächtliche Ausgangsverbot von Hotspots auf ganz Bayern ausgeweitet hat und eine Nacht im Wohnmobil mit einem verbotenen Spaziergang auf offener Straße rechtlich in einen Topf warf. Ob das juristisch wasserdicht ist, müsste wohl erst ein Gericht entscheiden.

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