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Dieser Geysir in Chile macht Dampf

Die Weltreisende Elke Zapf ließ sich ein Städtchen zeigen und bricht nun nach Peru auf - 03.06.2017 08:00 Uhr

Wölkchen steigen am Geysir in der Atacama auf. © Elke Zapf


Morgens ist es dort empfindlich kalt, und auch die dünne Luft macht vielen der Touristen zu schaffen, die in Bussen aus dem knapp 100 Kilometer entfernten San Pedro de Atacama herkommen. Elke Zapf brach um fünf Uhr auf, denn morgens sind die Geysire besonders aktiv und bieten vor der Kulisse der Andengipfel und Vulkane ein beeindruckendes Naturschauspiel: Es zischt und brodelt, Säulen aus Dampf steigen auf, Wasser spritzt empor, es riecht nach Schwefel.

Einige Besucher baden in einem großen Thermalbecken im warmen Wasser. "Eine ziemlich surreale Situation, denn im Naturpool tummeln sich einige Traveller in Bikini und Badehose, und draußen stehen die Zuschauer dick eingepackt in Daunenjacke, Mütze, Schal und Handschuhen", findet Zapf. Morgens hat es immerhin noch 13 Grad minus! Dann endlich wärmt die Sonne und die Besucher können nach und nach eine Jacke nach der anderen ausziehen.

Protest gegen ein Wärmekraftwerk

Erstaunt ist die Nürnbergerin auf Weltreise, dass El Tatio kein Naturpark ist wie viele der anderen Sehenswürdigkeiten in der Atacamawüste. In San Pedro, dem touristischen Zentrum inmitten der trockensten Wüste der Welt, entdeckt sie einen Infostand einer lokalen Bürgerinitiative. Hier werden Unterschriften für den Schutz des Gebiets gesammelt. Denn man möchte ein Wärmekraftwerk auf dem Geysir-Feld errichten.

Priscilla (rechts) führte Elke Zapf durch San Pedro de Atacama © Elke Zapf


Auch bei einer Stadtführung, die Elke Zapf und ihr Mann am nächsten Tag machen, erzählt die Führerin Priscilla von diesen Plänen. Die junge Frau baut "Tours4Tipps" mit auf, ein neues Projekt in der kleinen Wüstenstadt, die auf knapp 2500 Höhenmetern liegt. Bisher gibt es das Konzept der kostenlosen Stadtführungen nur in Santiago de Chile und Valparaiso - seit drei Monaten läuft nun auch eine Testphase im gut besuchten San Pedro.

Das Prinzip der Tour ist einfach: Um 10 Uhr treffen sich Interessierte auf der Plaza, werden von jungen Stadtführern zwei Stunden durch den Ort geführt und erfahren dabei jede Menge über Geschichte, Kultur und das Alltagsleben. Wer zufrieden ist, gibt hinterher ein gutes Trinkgeld, und das machen dann auch wirklich alle.

Die nächste Station von Elke Zapf ist Peru. In dem Land besucht sie unter anderem Machu Picchu, aber schon am 6. Juni. Soll sie dort einen Wunsch für Sie erfüllen? Dann schreiben Sie per Mail an magazinaktion@pressenetz.de oder per Post an Magazin am Wochenende, Marienstraße 9-11, 90402 Nürnberg. Einsendeschluss für Peru ist Sontag, 11. Juni.

 

  

Elke Zapf / nie

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