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Flugscham? Ticket-Tipps für den Bahn-Urlaub

Europaweit gibt es attraktive Angebote - 10.04.2021 07:45 Uhr

Hochgeschwindigkeitsstrecken der Bahn sind eine Alternative zum Fliegen in den Urlaub. 

31.03.2021 © Hendrik Schmidt, dpa


Was haben Europas Bahnen diesen Sommer so alles auf den Gleisen? Es gibt sie noch, die Schlaf- und Liegewagen. Zwar hat die Deutsche Bahn ihre Nachtreisezüge eingestellt, doch andere Anbieter – allen voran die österreichische ÖBB – sind in die Bresche gesprungen. Das macht auch größere Nachtfahrten über Grenzen hinweg im komfortablen Schlaf- oder Liegewagen möglich. Mit ihnen überwindet man entspannt größere Distanzen und steigt morgens mitten in Metropolen wie Wien, Budapest oder Rom aus.

Nürnberg-Paris, 7 Stunden

Der „ÖBB Nightjet“ verbindet mehrere deutsche Großstädte täglich mit Zürich, Innsbruck und Wien. Er hält auch in Nürnberg. Ab München verkehren tägliche Nachtzüge nach Italien (Rom, Mailand und Venedig), Kroatien (Zagreb und Rijeka) sowie Ungarn (Budapest). Die ÖBB-Nachtzüge Hamburg–Wien und Düsseldorf– Innsbruck nehmen Autos und Motorräder mit.

Hochgeschwindigkeitsstrecken haben tagsüber viele Reisezeiten erheblich verkürzt. In rund sieben Stunden kann man dieser Art von Nürnberg aus Paris erreichen – mit dem Auto ist diese Fahrzeit von City zu City kaum zu schaffen.

Rund drei Stunden benötigt der tägliche TGV von Paris nach Marseille – die schnellste Bahnverbindung von der Seine an die französische Mittelmeerküste. Wer Richtung London um 8 Uhr morgens in Nürnberg in den Zug steigt, ist gegen 16 Uhr an der Themse. Auf dem Weg ins Vereinigte Königreich muss man in Brüssel in den Eurostar umsteigen.
Europa-Tournee mit Interrail

Jugendliche Rucksacktouristen am Hauptbahnhof Frankfurt am Main.

06.04.2021 © imago images/imagebroker/theissen


Die legendäre „Monatskarte für Europa“ ist zwar kein Bestseller mehr, aber heute in unterschiedlicher Geltungsdauer, diversen Reichweiten, für 1. wie 2. Klasse und inzwischen für alle Altersklassen buchbar. Wichtig: Für viele Premiumzüge, besonders im Hochgeschwindigkeitsverkehr, sind zusätzlich Aufschläge oder Reservierungsentgelte zu zahlen.


Warum Interrail für junge Leute heute noch ein Abenteuer sein kann


Die klassische Variante – 31 Tage freie Fahrt in 31 Ländern – (Global Pass) kostet für junge Leute (unter 28) 515 Euro, darüber 670 Euro. Dieselbe Reichweite, aber nur an sieben frei wählbaren Reisetagen innerhalb eines Monats gibt es für die Hälfte: Junge Leute zahlen 258 Euro, alle anderen 335 Euro.

Für jedes der 30 Interrail-Länder gibt es auch die Version „One Country Pass“. Es gibt ihn für Polen/Tschechien: 90 Euro (ab 28 Jahre: 104 Euro); Dänemark, Belgien, Niederlande, Luxemburg: 164 Euro (ab 28 Jahre: 190 Euro); Frankreich, Österreich, Schweiz: 189 Euro (ab 28 Jahre: 218 Euro).

Was kostet Urlaubsgepäck?

Die Urlaubsreise durch Europa kostet nicht die Welt, wenn man etwa einen der günstigen Europa-Supersparpreise der DB (ab 19,90 Euro) oder Europa-Sparpreise (ab 24,90 Euro) ergattert.

Empfehlenswert sind diese Angebote außerdem für Reiseländer, die ansonsten per Bahn relativ teuer zu „erfahren“ sind: Innerhalb der Schweiz lindert ein zuvor in Euro gekaufter Swiss Travel Pass Flex (unter 26 Jahren: ab 199 Euro, darüber ab 233 Euro) die ansonsten für deutsche Verhältnisse sehr teuren Ticketpreise. Der Britrail Euro Flexi Pass ist ab 87 Euro (bis 25 Jahre) und ab 145 Euro (über 25 Jahre) buchbar. Auch hier entgeht man mit dem Pauschalangebot den relativ hohen Preisen für flexible Tickets, wenn man sie erst auf der Insel kauft.

Bildnummer: 50070249 Datum: 15.02.2002 Copyright: imago images/Mollenhauer..Rucksacktouristen auf dem Bahnsteig, Objekte , Personen; 2002, FFM, Hauptbahnhof, Bahnhof, Bahnhöfe, Bahnsteig, Bahnsteige, Deutsche Bahn, DB, Schienenverkehr, Transport, Zug, Züge, Reisende, Abenteuerurlaub, Rucksack, InterRail, Ferien, Urlaub; , hoch, Mfdia, Gruppenbild, Deutschland, ohne, Bahn, Verkehr, Reise; Aufnahmedatum geschätzt

06.04.2021 © e-arc-tmp-20210406_162637-2.jpg, NNZ


Viele Airlines bitten für aufgegebenes Gepäck neuerdings zur Kasse, bei der DB gilt schon lange: Wer seine Koffer selbst trägt, zahlt nichts extra. Gegen Aufpreis gibt es den DB Gepäckservice. Von Haus zu Haus innerhalb Deutschlands betragen die Kosten für den Transport 17,90 Euro. Für Kreuzfahrt-Passagiere transportiert die DB gegen Aufpreis Koffer zu deutschen Abfahrtshäfen von Hochsee-und Flusskreuzfahrten.

Info

Die meisten der hier genannten Angebote sind in den Reisezentren der DB, in Reisebüros mit DB-Agentur oder unter bahn.de buchbar. Einige wenige Reisebüros haben sich auf Bahnreisen weltweit spezialisiert und bieten sehr kenntnisreiche Beratung.

Olaf Krohn

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