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Flugverspätung wegen "speziellem Gewitter"

Trotzdem muss die Fluglinie eine Entschädigung bezahlen. - 13.07.2019 08:00 Uhr

Ein Flugzeug fliegt in eine Schlechtwetterzone. © dpa


Allerdings: Ein Gewitter ist generell als besonderes "Wetterphänomen" von Airlines "nicht beherrschbar". Gibt es deswegen Probleme, müssen sie nicht zahlen. Normalerweise. Denn in diesem Fall entschied das Landgericht Landshut anders. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht hin.

Demnach war das Gewitter isoliert betrachtet zwar kein Grund für einen Verspätungsausgleich. Doch hier, so die Richter, lag "ein spezieller Fall" vor. Denn: Erst durch die zweistündige Abflugverspätung in Barcelona kam das Gewitter in München überhaupt "zum Tragen". Wäre das Flugzeug planmäßig in Barcelona gestartet, wäre es noch vor dem Unwetter in München gelandet. Das Gericht folgert daraus: Die Fluggesellschaft kann sich in diesem Fall nicht auf das Gewitter als "außergewöhnlichen" Verspätungsgrund berufen und muss zahlen (LG Landshut, Hinweisbeschluss vom 18.12.18, Az.: 14 S 2813/18). 

Wolfgang Gessler

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