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Reisen im Bus: Frische Luft, viele Pausen

Das Rundum-Sorglos-Paket hat sich gewaltig verändert - 27.06.2020 08:00 Uhr

Sitzplatzwechsel im Reisebus ist nicht mehr drin. Und auch eine Maske muss — anders als auf unserem Bild aus der Vor-Coronazeit — getragen werden.

© imago/Frank Sorge


Bei der Buchung:

Bereits bei der Buchung, die immer häufiger kontaktlos per Internet oder Telefon möglich ist, werden die Reisegäste über die Vorschriften und das von der deutschen Busbranche gemeinsam erarbeitete Hygienekonzept aufgeklärt. Danach wird den Fahrgästen im Bus Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt. Zusätzlich sollte aber Jeder auch eigenen Mund-Nasen-Schutz mitbringen.

 

Vor der Fahrt:

Vor jeder Reise erfolgt eine gründliche Reinigung und Desinfektion der Reisebusse, die Fahrer werden mit Gesichtsmasken und Einweghandschuhen ausgestattet. Manche Unternehmen holen die Gäste ab, das geschieht momentan gern in Kleinbussen, die viel Abstand zwischen den Gästen gewährleisten.

Besteigen und Verlassen:

Um fremde Berührungen zu vermeiden, gibt es ein klares Ein- und Ausstiegskonzept. Die Fahrgäste erhalten feste Sitzplätze und werden vorab informiert, ob sie über die vordere oder hintere Bustür zusteigen. Das Reisegepäck wird nur vom Busfahrer in den Gepäckraum verstaut.

 

Während der Fahrt:

Die gesamte Reise über ist ebenso wie in Bahn und Flugzeug für die Fahrgäste das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Pflicht. Halstuch oder Schal sind auch möglich. Zudem muss mindestens alle zwei Stunden eine viertelstündige Pause eingelegt werden, während derer die Gäste den Bus verlassen müssen und der Bus gelüftet werden muss. Alle Gäste haben während der Rundreise einen festen Sitzplatz.

 

Mindestabstand weiter erwünscht:

Ein Mindestabstand ist so weit wie möglich gewünscht, aber nicht mehr Pflicht. Ebenso muss nicht mehr jede zweite Sitzreihe freigehalten werden. Dafür muss ein Mund-Nasen-Schutz während des gesamten Aufenthalts im Bus getragen werden. Die größere Distanz wird bei einigen Anbietern in ihren Luxusbussen freiwillig weiter gepflegt. Im Fünfsterne-Bus ergibt das eine Maximalzahl von 15 Gästen.

 

Bordservice:

An Bord darf es weiter etwas zu essen und zu trinken geben. Der Service wurde aber umgestellt: Es dürfen nur verpackte Snacks angeboten und ausgegeben werden. Getränke gibt es in Flaschen, Speisen aus dem Ofen sind nicht mehr zulässig, Besteck auch nicht. Alkohol darf nicht konsumiert werden. Beim Ausgeben von Getränken und Snacks im Bus muss die Reiseleitung Einweghandschuhe und Mundschutz tragen.

 

Stopps:

Alle zwei Stunden ist ein Stopp Vorschrift. Bei solchen Pausen gelten während der Angleichungsphase noch die Hygieneregelungen des jeweiligen Landes, also zum Beispiel beim Anfahren von Rastplätzen und dem Aufsuchen von Restaurants.

 

Beim Restaurantbesuch:

Im Restaurant werden die Gäste gebeten, sich stets mit den gleichen Mitreisenden an einen Tisch zu setzen.

 

Mehr Frischluft:

Die Klimaanlage ist neben dem Mund-Nasen-Schutz die wichtigste Sicherheitsquelle. Die Luftzirkulation muss während der gesamten Reise aktiv sein; sie sorgt für eine Reduktion der Virenlast und damit für eine Senkung des Ansteckungsrisikos. Für einen regelmäßigen Luftaustausch im Fahrzeug werden vermehrt Pausen eingelegt.

 

Die Bordtoiletten:

Die Bordtoiletten dürfen weiter benutzt werden, mindestens täglich muss eine komplette Desinfektion sichergestellt sein. Desinfektionsmittel müssen bereitstehen.

 

Nach der Fahrt:

In den Pausen und nach der Reise werden alle kritischen Kontaktflächen im Bus durch den Fahrer bzw. Reiseleiter desinfiziert und gereinigt. Zu den kritischen Stellen gehören Haltegriffe und Knöpfe, Armlehnen und Kopfteile.

Hans-Werner Rodrian

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