Samstag, 23.11.2019

|

zum Thema

Schnell und bequem nach Hellas mit Camping an Bord

Mit der Fähre kommen Sie entspannt nach relativ kurzer Fahrt in Griechenland an - 28.09.2019 08:00 Uhr

Im Hafen von Igoumenitsa rollen die Wohnmobile von der Fähre. © Matthias Niese


Wer sich für die nächtliche Überfahrt die Koje mit eigenem Bad sparen möchte, legt auf dem Oberdeck, in den Aufenthaltsbereichen oder den Randzonen der Treppenverteiler Luftmatratzen und Schlafsäcke aus, manche nehmen ihre Kühlboxen mit und picknicken. Andere machen die Pool-Liegen zum Nachtlager, zwischen Liegenstapeln stehen sogar Zelte.

Das wird für die nächtliche Überfahrt geduldet, die Schiffe der Fährgesellschaft Minoan werden so zu großen Feriencamps. Im Sommer ist es nachts warm genug, viele genießen die Fahrt in den Sonnenuntergang und blinzeln müde in den südlichen Sternenhimmel.

Bilderstrecke zum Thema

Griechenland mal anders: Mit Camper und Familie in den wilden Nordwesten

Die meisten fliegen nach Griechenland und suchen weiße Häuser über blauem Meer. Wir haben das Land authentisch erfahren, als Familie im Camper im unbekannteren Nordwesten. Die Anreise haben wir mit Camping an Bord auf der Fähre verkürzt. Eine tolle Tour durch Epirus und auf die Insel Lefkada. Tolle Strände gab´s trotzdem, aber auch tiefe Schluchten und verwunschene Wanderdörfer.


Früher durften Wohnmobilisten und Wohnwagenfahrer sogar während der Überfahrt in ihren Campern übernachten, lediglich das Kochen mit Gas war verboten – dafür gibt es mehrere Bars und Restaurants.

Das Angebot "Camping an Bord" nehmen manche Passagiere besonders wörtlich und stellen sogar ihre Zelte an Deck auf. Das wird zumindest geduldet. © Matthias Niese


Bei Minoan werden inzwischen während der Überfahrt die Parkdecks aus Sicherheitsgründen abgesperrt – wer aber "Camping an Bord" bucht, bekommt ohne Zusatzkosten bei Verfügbarkeit eine Schiffskabine gestellt. Bei manchen Gesellschaften ist das Übernachten im eigenen Camper noch erlaubt, die Überfahrt ist aber nicht unbedingt günstiger.

Früh aufzustehen lohnt sich, denn die Anfahrt zum Fährhafen Igoumenitsa in der nordwestgriechischen Provinz Epirus ist spektakulär: Rechterhand zieht die Insel Korfu vorbei, links liegt die karge, gebirgige Küste Albaniens zum Greifen nah – die meisten entscheiden sich für den Blick hinüber ins so rätselhafte, unbekannte Land.

Nach 16 Stunden zwischen Ancona und Igoumenitsa kommen Sie entspannt an. Für manche geht die Fahrt entlang der Küste noch ein Stück weiter bis Patras auf dem Peloponnes.

Mehr Informationen:
Griechische Zentrale für Fremdenverkehr
www.visitgreece.com
Minoan Lines
www.minoan.gr/de
Hellenic Camping Association
www.greececamping.gr
die die Reise unterstützten.
Anreise:
16 Fährstunden über Nacht per Camping an Bord mit Minoan ab Venedig (Anfahrt 720 Km) oder Ancona (950 Km). Für Hauptsaison rechtzeitig buchen, am besten im Herbst! Ohne Fähre 2100 Km ab Nürnberg über Serbien bis Nordgriechenland.
Campingplätze:
Parga: Valtos
www.greececamping.gr
Tel.: 00 30 / 26 84 / 03 12 87
Ioannina: Limnopoula
www.greececamping.gr
Tel.: 00 30 / 2 65 10 / 2 52 65
Poros: Poros Beach
www.porosbeach.com.gr
Beste Reisezeit: Frühling bis Herbst, im Sommer heiß
Camping- und Wohnmobilreiseführer Griechenland und Peloponnes:
Die Bände des Womo-Verlags machen Tourenvorschläge und geben wichtige Tipps zu Camping- und Stellplätzen, Wanderungen etc.
shop.womo.de/catalog/

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Reise