Ungewöhnliche Ausstellung zu 40 Jahren Bardentreffen

17.7.2015, 19:11 Uhr

Vom 21. Juli bis zum 3. August werden die Farb- und Schwarzweiß-Fotografien in Schaukästen an den Haltestellen leuchten. Auf ihnen kann man nicht nur ablesen, wie enorm sich das Umsonst-und-draußen-Fest seit der ersten Ausgabe 1976 entwickelt und vergrößert hat, wie es immer professioneller organisiert wurde. Es ist auch zu sehen, wie es - wenigstens rund um die Festivaltage - das soziale Leben in der Stadt immer beeinflusst hat. Die Besucher - zuletzt waren es 200.000 - blieben stets friedlich.

Der lauschige Burggraben, in dem etwa 1987 Hannes Wader auftrat, steht heute nicht mehr zur Verfügung, auch der Handwerkerhof hat als Spielplatz ausgedient. Dafür sind neue Bühnen dazugekommen. Zwischen Hauptmarkt über die Insel Schütt und die Katharinenruine bis zum Kulturgarten am Künstlerhaus kann sich jeder an inzwischen neun offiziellen Spielorten sein persönliches Lieblingsprogramm zusammenstellen.

International wurde das Bardentreffen übrigens ab 1984. Erstmals gab es den Programmpunkt "In der Fremde singen", unter dem in Deutschland lebende "Gastarbeiter" die Musik ihrer Heimat vorstellten. Prompt gab es Proteste, weil die Texte nicht zu verstehen waren. Doch die Neugier war größer... Inzwischen ist das Bardentreffen als "World-Music-Festival" eine Marke, bei der Menschen mit offenen Ohren reiche Beute machen können. Auch das vermitteln die Fotografien.

Alle 40 Barden-Bilder auf einmal (und im kleineren Format) kann man sich in der Galerie Atzenhofer ansehen. Dort sind sie ab  Samstag bis 15. August ausgestellt. Angereichert ist die Schau mit Cartoons von Gerd Bauer und Aquarellen von Anton Atzenhofer, die sich ebenfalls die Musik zum Thema machten.

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