Montag, 18.01.2021

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Im "Gebürg" Corona davongerannt

Der Trailrun "Neideck 1000" der Gemeinde Wiesenttal lockt mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept 250 Teilnehmer an. - 15.10.2020 17:57 Uhr

Auf dem Hartplatz der Grundschule in Muggendorf begann in Kleingruppen für die Läufer die harte Exkursion ins Gebirge.

15.10.2020 © Foto: Robert Stein


Die 1000 Höhenmeter zwischen der Burgruine Neideck und Riesenburg auf "nur" 22 Kilometer haben es in sich! Mehrmals muss man von tief unten aus dem Wiesenttal ganz hoch zu den höchsten Punkten und Felsen des Muggendorfer "Gebürgs" (Adlerstein, Hohes Kreuz, Guckhüll) - und das meist auf schmalen, steilen, oft auch alpinen Pfaden - gerne auch mal durch den Berg hindurch!"

So preist Organisator Robert Stein den Muggendorfer Gebirgslauf "Neideck 1000" an, der am Sonntag trotz Corona ein kleines Jubiläum feierte: Zum fünften Mal wurde der Trailrun, der von der Gemeinde Wiesenttal veranstaltet wird ausgetragen – diesmal mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept für die 250 Teilnehmer: Jeweils zehn Läufer pro Startgruppe wurden im Zwei-Minuten-Takt auf die Strecke geschickt.

Dabei wurden die Gruppen nach erwarteter Finisherzeit sortiert, was eine Staubildung und Überholvorgänge auf der Strecke minimieren sollte.Von der Registrierung bis zur Startaufstellung herrschte Maskenpflicht.

Als die Masken fielen, wurde es zu einer Galavorstellung für Shako Rahmanpour (MTP Hersbruck), der trotz technisch schwieriger Bedingungen bei seiner ersten Neideck-Teilnahme mit nassen Wurzel- und Felspassagen einen überragenden neuen Streckenrekord aufstellte: Nach 1:41:53 Stunden war er im Ziel.

Das (virtuelle) Podium komplettierten der Dauer(b)renner Sven Starklauf (DJK SC Vorra) mit 1:47:09 und Sebastian Schertling mit 1:55:13. Schnellste Frau wurde zum dritten Mal in Folge Lisa Wirth vom LAC Quelle Fürth mit 2:01:10s, vor Johanna Fehringer mit 2:10:41 und Brigitte Frenzel (TSV Detag Wernberg) mit 2:16:56. Knapp die Hälfte aller Finisher blieb unter 2:30 Stunden – ein starkes Läuferfeld, welches das Corona-Startkonzept mit Abstand für schnelle Zeiten nutzte. Topzeiten, die auch noch in der Altersklasse M60 und W60 erzielt wurden. Die etwas gemütlicheren Trailrunner und Powerhiker genossen ebenso diesen gemeinsamen, angenehm kühlen und überwiegend trockenen Lauftag, der einzige Trailwettkampf in der Region im Coronajahr 2020.

Parallel zum härtesten Halbmarathon Bayerns fand ein Premieren-Testlauf auf der neuen Ultrastrecke statt: 66 Kilometer mit rund 2500 Höhenmetern - die Trail.Route.66 im "Gebürg" bewältigten Florian Tröger, Sebastian Fahsold und Peter Dietz als gemeinsame Erste in starken 7:26 Stunden – inklusive einiger kleinerer "Verhauer" unterwegs;) Als Gesamt-fünfte lief Brigitte Knapp als schnellste Frau nach 8:26 Stunden ein. Alle schafften das Zeitlimit von 10:30 Stunden und waren begeistert von der vielfältigen Landschaft und den vielen Highlights auf dieser großen Runde im Herzen der Fränkischen Schweiz.

nn/hp

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