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Immer höherer Spritpreis: Das sagen Kunden einer Erlanger Tankstelle

21.10.2021, 12:28 Uhr
Fahrer sind frustriert: Die Spritpreise steigen und steigen. 

Fahrer sind frustriert: Die Spritpreise steigen und steigen.  © Julian Stratenschulte, dpa

Oskar Rosenzweig: Der Spritpreis ist viel zu hoch. Ich fahre noch gelegentlich mit dem Auto und tanke E5. Die meisten Strecken lege ich aber mit dem Fahrrad zurück, vor allem im Erlanger Stadtgebiet. Das würde ich auch anderen Autofahrern empfehlen. Mit dem Rad ist man hier schneller unterwegs und in meinem großen Korb kann ich kleine Einkäufe transportieren. Radfahren ist super für den Körper. Früher bin ich auch zur Arbeit nach Nürnberg mit dem Rad gefahren, auch im Winter. Das hat mir nicht geschadet.

Oskar Rosenzweig.

Oskar Rosenzweig. © Marcel Staudt, NN

Fritz Bauerreiß: Wer gibt gerne viel Geld aus, wenn er es nicht muss? Man blickt doch überhaupt nicht mehr durch, warum der Spritpreis so hoch ist. Ich kann mich nicht erinnern, dass es schon mal so teuer war. Die Frage ist nun, wo man dafür Geld einsparen kann. Ich weiß noch, dass im Jahr 2007 das Benzin ebenfalls viel gekostet hat. Aber dafür waren die Mietpreise nicht so hoch wie heute. Jetzt wird es schon schwer, die Kosten irgendwo reinzuholen.

Fritz Bauerreiß.

Fritz Bauerreiß. © Marcel Staudt, NN

Miriam Bittel: Es überrascht mich, wie schnell die Preise gestiegen sind. Im November 2019 war ich mit einer Freundin an einer Tankstelle. Da hatte das Benzin 1,63 Euro gekostet. Wir haben uns vor der Zapfsäule fotografiert, weil der Sprit so teuer war. Neulich habe ich das Bild wieder entdeckt und habe es an meine Freundin geschickt, weil ich es im Hinblick auf die jetzigen Preise lustig fand. Das Gemeine ist ja, dass es gerade die Leute trifft, die sich jetzt nicht einfach ein neues, spritsparenderes Auto kaufen können, weil es ihren Geldbeutel zu stark belastet.

Miriam Bittel.

Miriam Bittel. © Marcel Staudt, NN

Thomas Wehr: Heute Morgen hatte ich an einer anderen Tankstelle gesehen, dass der Liter Diesel 1,64 Euro kostet. Das haut schon rein. Um auf die Arbeit und wieder heimzukommen, lege ich pro Woche etwa 500 Kilometer zurück. Irgendwann kann man sich das nicht mehr leisten. Aber auf die Öffentlichen umsteigen ist schwierig für mich. Ich wohne in einem Dorf mit 60 Einwohnern und muss morgens um 3 Uhr los zur Arbeit. So früh fährt bei uns kein Bus.

Thomas Wehr.

Thomas Wehr. © Marcel Staudt, NN

Warum manche Unternehmer durch die hohen Spritpreise ihre Existenz bedroht sehen, lesen Sie hier