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Info-Veranstaltung als besonderer Event

Nacht der Ausbildung in Roth: "Hohe Qualität erreicht" - 05.06.2015 16:26 Uhr

Am 12. Juni 2015 öffnen in Roth wieder zahlreiche Betriebe für Schüler ihre Türen. Werner Reindl, Sebastian Dörr, Isolde Krahle und Gerhard Durst werben für dieses "Nacht der Ausbildung". © Robert Schmitt


An 46 Standorten in Roth werden von 17 bis 22 Uhr 100 verschiedene Ausbildungsberufe und duale Studiengänge sowie Praktikumsangebote vorgestellt. Außerdem wird an vielen Infoständen allgemein über Aus-, Fort- und Weiterbildung im Beruf informiert.

Vorbereitet hat die Aktion wie im vergangenen Jahr der „Arbeitskreis Schule und Wirtschaft Roth-Schwabach" der Unternehmerfabrik des Landkreises. Beteiligt ist auch die Bundesagentur für Arbeit, die Kreishandwerkerschaft und das staatliche Schulamt. Über das Angebot informieren kann man sich per Faltblatt oder im Internet unter www.ausbildung-roth.de und in Facebook.

Am 12. Juni wird am Bayka-Parkplatz eine zentrale Infotafel über das Angebot des Abends in Kenntnis setzen. Dort sind ein Lageplan, die teilnehmenden Firmen, ein Busfahrplan, die Routen und die Abfahrtszeiten zu finden. Ein kostenloser Shuttle-Service wird von dort nämlich alle Standorte und den Bahnhof Roth anfahren. Durchgehend wird ein Ansprechpartner vor Ort sein.

Alle Teilnehmer, die sich als potenzielle Auszubildende informieren, werden eine Bescheinigung bekommen, die von jedem besuchten Betrieb abgestempelt werden kann. Teilweise wird es in den einzelnen Firmen auch anschauliche Aktionen zu den Berufen geben. Wer sich mit Adresse in die Teilnehmerlisten einträgt, nimmt an der Verlosung attraktiver Preise teil. Ein Smartphone, ein Notebook, Kopfhörer und ein Rundflug sind die Hauptgewinne.

Die Nacht der Ausbildung ist nicht als trockene Infoveranstaltung konzipiert. Sie hat Event-Charakter. „Die Betriebe bieten auch was“, ist Werner Reindl, Konrektor an der Rother Anton-Seitz-Schule, überzeugt. Für Gerhard Durst von der Agentur für Arbeit in Weißenburg bietet die Nacht der Ausbildung Jugendlichen die Möglichkeit zu einer frühzeitigen Berufsorientierung. „In den letzten beiden Schuljahren sollte man sich Gedanken darüber machen, welchen Weg man gehen will“, so der Geschäftsführer. „Welcher Beruf und welcher Betrieb passen zu mir“. müssten dabei die Hauptfragen lauten. Durst sah in Zukunft einen Mangel bei Sozial- und Pflegeberufen und rief junge Frauen auf, sich nicht vor technischen Berufen zu scheuen.



Durst lobte auch die Vorbereitung durch die Unternehmerfabrik. „Dadurch hat die Veranstaltung eine hohe Qualität“, so Durst. Sebastian Dörr, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, blickte auf die erste Nacht der Ausbildung zurück. Sie sei so interessant gewesen, dass viele Jugendliche selbstständig gekommen seien. Dabei konnten sie insbesondere die vielfältige Palette der regionalen Wirtschaft kennen lernen. Die Kreishandwerkerschaft habe ihre Mitgliedsbetriebe auch für dieses Jahr aufgefordert mitzumachen. Ferner seien einige Innungen vertreten.

In einer Zeit, in der Eltern oft ausschließlich eine akademische Ausbildung als Grundlage einer gesicherten Zukunft ihrer Kinder ansehen, müssen Betriebe durchaus um Auszubildende werben. „Eine Lehre ist nie eine Sackgasse“, betonten Durst und Dörr übereinstimmend. „Mit einer beruflichen Ausbildung als Grundlage kann man alles erreichen“, so die beiden Ausbildungs-Experten. Bestes Beispiel dafür sei der Vorstandschef von Leoni. Dr. Klaus Probst hat die Hauptschule und eine Lehre absolviert, ehe er im Anschluss an die Fachhochschule ein Universitätsstudium aufnahm und dann promoviert wurde. Sebastian Dörr berichtete von einem Zimmerer, der Architektur an der TU München studiert, und einer Malerin, die als Lehrerin an einer Berufsschule unterrichtet.

Weitere Infos unter www.ausbildung-roth.de oder www.facebook.
com/AusbildungRoth 

ROBERT SCHMITT

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