Zulauf zu Schau in Adelsdorf

Klimaoffensive mit Sonnenenergie, Photovoltaik, Elektroautos, Heizungs-Umstieg

26.10.2021, 11:45 Uhr
Am Tag der Klimaoffensive besichtigten Wolfgang Mößlein, Tanja Großkopf und Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (v.l.) den neuen Showroom. 

Am Tag der Klimaoffensive besichtigten Wolfgang Mößlein, Tanja Großkopf und Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (v.l.) den neuen Showroom.  © Nikolaus Spörlein, NN

Der Landkreis Erlangen-Höchstadt war ebenso vertreten wie der Verein Energiewende ER(H)langen e.V., der wiederum Auskunft gab über die geplante Sammelausschreibung für Photovoltaik-Dachanlagen und Steckersolargeräte. Mittendrin präsentierte sich die Gemeinde Adelsdorf mit ihrer Energiegesellschaft selbst.

Hierfür wurde jüngst sogar der alte Geräteraum der früheren Schloss-Gärtnerei auf Vordermann gebracht. Ein Showroom ist entstanden, in dem am Samstag der Geschäftsführer der Gesellschaft, Wolfgang Mößlein, zusammen mit seiner Assistentin Tanja Großkopf und Bürgermeister Karsten Fischkal eine Nahwärme-Übergabe-Station aufgebaut hatten. Hierbei handle es sich um eine Musteranlage mit einem Pufferspeicher von 1000 Litern.

Das Adelsdorfer Schloss mitsamt Schlossgelände wurde zur Ausstellungsfläche. 

Das Adelsdorfer Schloss mitsamt Schlossgelände wurde zur Ausstellungsfläche.  © Nikolaus Spörlein, NN

„Das wäre für ein Ein- und Zweifamilienhaus wohl zu groß dimensioniert“, meinte Mößlein. Da würde eine Speicherkapazität von rund 500 bis 600 Litern völlig ausreichen. Ein Großteil des klimawirksamen CO2-Austoßes komme von Privathaushalten und diese entstünden beim Heizen von Wohnungen und beim Erwärmen von Wasser, erklärte Mößlein die Motivation der Gemeinde in Sache Klimaoffensive.

Nahwärmenetz ausgebaut

Adelsdorf habe bereits ein gut ausgebautes Nahwärmenetz. Dies soll nach dem Willen der Gemeinderatsmehrheit ausgebaut werden; eine neue Heizzentrale gegenüber der Firma Soldan, auf Höhe des Schützenheimes, soll entstehen. Nehme man ein Einfamilienhaus mit einem Drei-Personen-Haushalt und 130 Quadratmetern Wohnfläche errechne sich eine jährliche Heizkostenersparnis von 372 Euro (beim Vergleich Ölheizung zu Nahwärme).

Der Bürgermeister ergänzte, dass die Energiepreise für fünf Jahre stabil seien. Es gebe keine Energiepreisschwankungen und keine Engpässe auf den Rohstoffmärkten. Die Energiegesellschaft der Gemeinde gebe weitere Auskünfte, auch was die individuellen Preise bei einem Anschluss an das Nahwärmenetz betreffen, hieß es.