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Kommunalwahl 2020 in Hersbruck: Alle Infos im Blick

Knapp 100 Stimmen zu verteilen - Kumulieren und Panaschieren - 29.09.2019 15:26 Uhr

Etwa 10.000 Hersbrucker dürfen bei der Kommunalwahl ihre Stimme abgeben. © Robert Michael/dpa


Kommunalwahl: Das ist alle sechs Jahre der Urnengang, bei dem besonders viele Stimmzettel ausgefüllt werden müssen. In den bayerischen Städten und Gemeinden bestimmen die Einwohner ihren (Ober-)Bürgermeister sowie den Stadt- oder Gemeinderat. Je größer der Ort, desto mehr Sitze hat dieser - in Hersbruck sind das 24. Entsprechend viele Stimmen darf jeder Wahlberechtigte verteilen.

In Hersbruck hat der amtierende Bürgermeister Robert llg, Freier Rathausblock (FRB), Chancen auf eine dritte Amtszeit. 2020 tritt er vermutlich als gemeinsamer Kandidat von FRB und CSU an. Von seiner eigenen Partei wurde er bereits bestätigt, die CSU-Nominierung ist für den 14. Oktober angesetzt. Außerdem geht die SPD mit dem Vertriebsleiter Achim Stötzner ins Rennen. Andere Parteien haben ihre Kandidaten noch nicht präsentiert. Wer die Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erhält, wird Bürgermeister. Gelingt das keinem der Kandidaten, kommt es zwischen den zwei bestplatzierten zu einer Stichwahl - üblicherweise zwei Wochen nach dem ersten Wahltermin.

Neben der Stadtpolitik geht es bei der Kommunalwahl aber auch um landkreisweite Entscheidungen. Gemeinsam mit allen anderen Einwohnern des Nürnberger Lands dürfen die Hersbrucker über den künftigen Landrat und die 70 Mitglieder des Kreistags abstimmen. Auch hier beträgt die Amtszeit sechs Jahre.

So liefen die letzten Kommunalwahlen

Ein Blick zurück: Seit 2010 ist Ilg Erster Bürgermeister in Hersbruck. Er konnte sich damals in der Stichwahl mit 56,2 Prozent der Stimmen gegen den von SPD und Grünen nominierten Stephan Krimm durchsetzen. Die CSU hatte dabei eine Wahlempfehlung für Ilg ausgesprochen, nachdem ihr Kandidat Peter Uschalt im ersten Wahlgang ausgeschieden war. Mit dem Sieg trat Ilg in die Fußstapfen von Wolfgang Plattmeier (SPD), der das Amt 24 Jahre lang bekleidet hatte.

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Über 20 Jahre im Amt: Diese Bürgermeister aus der Region haben es geschafft

Wer als Bürgermeister in Bayern gewählt wird, der kann sich fast unendlich oft wiederwählen lassen. Allerdings gibt es eine Altersgrenze: An dem Tag, an dem die Amtszeit beginnt, darf der Gewählte nicht älter als 67 Jahre sein. Da davor aber genug Zeit bleibt, gibt es in der Region einige Bürgermeister die sehr lange in ihrem Amt waren.


Zeitgleich mit den Kommunalwahlen stand 2014 die nächste Bürgermeisterwahl an. Ilg wurde mit 88,3 Prozent der Stimmen ohne Gegenkandidaten wiedergewählt. Von den 24 Sitzen im Stadtrat gingen neun an die CSU, sechs an die SPD, fünf an den FRB und drei an die Grünen. Einen erwarb die fraktionslose Angelika Pflaum. Im Vergleich zur vorigen Wahlperiode verlor die CSU zwei Sitze, die Grünen gewannen zwei dazu.

Das ist neu bei der Kommunalwahl 2020

Bei der Kommunalwahl 2020 kommt in Bayern erstmals ein neues Auszählungsverfahren zu Einsatz, das Sainte-Laguë/Schepers-Verfahren. Dieses findet bei den Bundestagswahlen seit 2008 Verwendung und soll garantieren, dass bei der Verteilung der Stadtratssitze weder große noch kleine Parteien bevorzugt werden.

Eine weitere Besonderheit ist die Vielfalt an Möglichkeiten, seine Kreuzchen zu platzieren: Jeder Wahlberechtigte hat 24 Stimmen für den Stadtrat und 70 für den Kreistag, entsprechend der Zahl der Sitze. Diese lassen sich panaschieren und kumulieren, also auf verschiedene Listen oder mehrfach auf Einzelpersonen verteilen. Hierbei darf man die maximale Stimmzahl allerdings nicht überschreiten, sonst wird der Wahlzettel ungültig. Deutlich einfacher gestaltet sich die Wahl des Bürgermeisters und des Landrats: Hier darf jeder Wähler ein Kreuz setzen. Wann und wie Sie eine Briefwahl beantragen können, lesen Sie hier.

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