Sonntag, 25.10.2020

|

Bela B. mit Smokestack Lightnin' im E-Werk

Nürnberger Band begleitet den Alt-Punk auf seiner Solo-Tournee - 05.05.2014 10:16 Uhr

Schlagzeuger der Punk-Rock-Band Die Ärzte: Bela B.

© Draminski


Bela, wie sind Sie auf Smokestack Lightnin’ gekommen?

Bela B.: Ganz profan: Ich hab’ die im Radio gehört - im Auto. Das war eine der raren Musiksendungen auf Deutschlandfunk, wo ihr Album "Heads Of Agreement" vorgestellt wurde. Das hat mir so gut gefallen, dass ich rechts rangefahren bin, mir den Namen notiert und mir die Platte gekauft habe. Ein halbes Jahr später haben Smokestack Lightnin’ in Hamburg gespielt. Da bin ich auf das Konzert gegangen und nach der Show an den Merchandise-Stand, den sie bis heute selbst bestreiten. Wir haben E-Mail-Adressen ausgetauscht, und ein halbes Jahr später habe ich mich gemeldet.

… und jetzt sind Smokestack Lightnin’ Ihre neue Backing Band.

Bilderstrecke zum Thema

Punk goes Country: Bela B. zu Gast im E-Werk Erlangen

Ein Punkrock-Star als Country-Musiker: Am Mittwoch war Bela B. zusammen mit der Nürnberger Band Smokestack Lightnin' und der Hamburger Musikerin Peta Devlin zu Gast in Erlangen. Der Ärzte-Schlagzeuger und -Co-Sänger stellte den Fans im E-Werk sein mittlerweile drittes Solo-Album "Bye" vor.


Ist es schwieriger, als Musiker aus der Provinz zu kommen, die Nürnberg ja ist?

Bela B.: Also ganz sicher ist es schwieriger, sich in Berlin zwischen diesen tausenden Träumern, die da rumlaufen, durchzusetzen. Du kannst in Berlin natürlich alle Nase lang spielen, aber wie ich von Smokestack Lightnin’ weiß, geht das auch in Süddeutschland, zumindest an Wochenenden in Clubs. Das ist schon sehr bunt da unten bei Euch. Ich würde Nürnberg auch nicht als Provinz bezeichnen - Schwabach vielleicht, wo der Bernie herkommt. Die Möglichkeiten sind sicher begrenzter als in Berlin oder Hamburg, liegen jetzt aber auch nicht unterhalb von Stuttgart. Ich glaube nicht, dass es für Bands ein Nachteil ist, aus einer kleineren Stadt wie Nürnberg zu kommen - eher ein Vorteil.

Was gefällt Ihnen am besten an Smokestack Lightnin’?

Bela B.: Die sind wahnsinnig entspannt. Die Art, wie Mike Schlagzeug spielt, das ist schon deutlich entspannter als bei mir. Ich stehe da immer völlig unter Strom und bin auch sicherlich viel lauter.

Bernie ist einer der lässigsten Typen, die ich kenne. Und Axel ist ein Super-Gitarrist mit einem ganz tollen Elvis-Sound. Zusammen grooven die wie die Sau. Sie mögen ja hin und wieder selbst von ihren eigenen Fähigkeiten gar nicht so viel halten, was ich gar nicht verstehe…

Aktuelle CD: Bela B. & Smokestack Lightnin’ „Bye“ (B-Sploitation/Rough Trade)

Bilderstrecke zum Thema

Konzerte und Kultur: Das ist los in Nürnberg und der Region

Ob Konzerte, Ausstellungen oder Großevents: nordbayern.de präsentiert eine Auswahl für den Terminkalender in Bildern.



 

Interview: Stefan Gnad

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Kultur