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"Big Bang Theory"-Finale: Eine Rekordserie tritt ab

Format endet als am längsten laufende Sitcom aller Zeiten - 18.05.2019 21:52 Uhr

Sheldon Cooper, Leonard Hofstadter, Penny, Howard Wolowitz und Rajesh Koothrappali belustigten Fernsehzuschauer in aller Welt in 12 Staffeln. Nun endet die Erfolgsserie in den USA. © ProSieben / Warner Bros. Television


Am Donnerstag endete in den USA eine Ära. Mit "The Big Bang Theory" wird eine der bekanntesten und beliebtesten Serien aller Zeiten nach zwölf Staffeln und 279 Episoden enden. Schon allein die Zahlen der Serie lesen sich beeindruckend. Vor ein paar Folgen überholte die Sitcom "Cheers" als am längsten laufende US-Comedy-Serie aller Zeiten und überhaupt ist die Serie in der TV-Landschaft eine absolute Ausnahmeerscheinung, denn unter den meistgesehenen Programmen im US-Fernsehen finden sich heutzutage in den seltensten Fällen Comedy-Formate.

Nicht nur in den USA ein Mega-Erfolg

Sogar "Game of Thrones" musste sich in seiner finalen Staffel zuletzt der Abschiedstournee der Nerd-WG geschlagen geben. Die Produktion, die in den USA bei CBS läuft, ist die kommerziell erfolgreichste Serie des neuen Jahrtausends. In seiner erfolgreichsten Staffel erreichte das Format um eine Gruppe von Nerds in Pasadena, Kalifornien über 20 Millionen Zuschauer pro Folge. Längst läuft die Produktion in aller Welt. Sowohl in den USA als auch in Deutschland kennzeichnet "The Big Bang Theory" die meistgesehene Serie unter jungen Fernsehzuschauern zwischen 14 und 29 Jahren.

In Deutschland zeigt ProSieben die Serie seit dem Jahr 2009. ProSieben handelte sich über die Jahre auch den Ruf als "The Big Bang Theory"-Kanal ein, weil der Privatsender Unmengen an Folgen des Formats wiederholt. Die Fernsehzeitschrift TV Today rechnete vor ein paar Jahren vor, dass ProSieben zwischen dem 1. August 2014 und dem 31. Juli 2015 insgesamt 2265 Episoden der Comedy-Serie zeigte - knapp sechs Episoden pro Tag. Nur 24 Ausgaben davon waren Erstausstrahlungen. Heute ist die Menge an Ausstrahlungen immer noch vergleichbar. Doch es rechnet sich für ProSieben, das auch am Nachmittag tolle Einschaltquoten mit den Geschichten um Leonard Hofstadter, Sheldon Cooper und Kollegen verzeichnet.

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Kein sofortiger Serien-Hit

Die Schauspieler dieser Figuren verdienen die höchsten Gagen im Fernsehen. Die fünf seit Folge eins auftretenden Darsteller Kaley Cucoco, Jim Parsons, Johnny Galecki, Kunal Nayyar und Simon Helberg erhalten derzeit etwa eine Million US-Dollar pro Folge. Früher waren es noch mehr. Dieses astronomische Gehalt mussten sich die Schauspieler erst verdienen, denn "The Big Bang Theory" war nicht seit jeher ein Hit. In seiner ersten Staffel landete die Sitcom in den USA nur auf Platz 68 der beliebtesten TV-Programme und die zunächst sehr gemischten Rezensionen bemängelten formelhafte Drehbücher und steife Darsteller.

Obwohl die Serie von Nerds und Nerd-Kultur handelt, finden Personen, die sich selbst als solche betrachten, "The Big Bang Theory" übrigens häufig gar nicht witzig. Des Öfteren stand die vor einem Live-Publikum aufgezeichnete Produktion in der Kritik, besagte Subkultur als lachhafte Ansammlung von Klischees zu behandeln und sich über sie lächerlich zu machen, anstatt sie zu zelebrieren, indem nicht Nerd-Themen Mittelpunkt der Witze sind, sondern die Nerds selbst.

Dennoch wurden die Kritiken nach der Debütstaffel deutlich besser, die Zuschauerzahlen explodierten förmlich und heute zählt "The Big Bang Theory" vor allem dank der Chemie der Darsteller über 50 Auszeichnungen bei über 200 Nominierungen. Nun stellen sich Branchenbeobachter die Frage, was das Ende des Comedy-Blockbusters für das Fernsehen bedeutet. Mit "Young Sheldon" etablierte der US-Sender CBS bereits einen erfolgreichen Ableger des Formats, doch ein ähnliches TV-Phänomen wie "The Big Bang Theory" erscheint wohl nur alle paar Jahrzehnte auf der Mattscheibe.

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Timo Nöthling nordbayern.de

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