16°

Sonntag, 22.09.2019

|

zum Thema

Comödie Fürth vergrößert das Angebot

Mit der "Lustigen Witwe" eröffnet das Lustspielhaus die Saison 19/20. - 04.09.2019 11:50 Uhr

Wagen sich an einen echten Operettenhit: Martin Rassau und Volker Heißmann bereiten gerade ihre Version der "Lustigen Witwe" frei nach Franz Lehàr vor. © ARC


Klingt paradox, erklärt sich aber so: Zu den vier festen Vorstellungen, für die es zudem feste Tisch-Plätze gibt, kommen heuer drei Wahl-Abende, die sich Interessenten aus einem Pool von 24 Gastspielen zusammenstellen dürfen – eine gegenüber der Vorsaison nochmals deutlich vergrößerte Angebotspalette.

Drei der vier "festen" Programme bescheren Begegnungen mit den Hausherren Volker Heißmann und Martin Rassau. Besonders glamourös dürfte der Auftakt – und Saisonstart mit der Premiere am 19. September – geraten: Gefördert mit Mitteln aus dem Bayerischen Kulturfonds, schicken die Comödianten eine neue Version des Lehár-Klassikers "Die lustige Witwe" auf die Bühne. Der Mix aus Original-Melodien und Sixties-Swing (Arrangements: Thilo Wolf) sowie eine opulente Inszenierung sollen nach dem "Käfig voller Narren" für einen weiteren Königstreffer bei Fans und Kritik sorgen.

Ab Mitte April folgt mit "Der Raub der Sabinerinnen" ein guter alter Boulevard-Heuler und zuvor mit "Wenn der Vorhang zweimal fällt" ein neues, die Theaterwelt aufs Korn nehmendes Heißmann-Rassau-Sketchprogramm. Im Februar und Mai naht das "Närrische Quartett"; die Comödie entern gemeinsam Günter Stock, Ines Procter, Thomas Väth und die Schunkelfachleute namens "Kellermäster", allesamt bekannt aus der "Närrischen Weinprobe", die der BR stets zur Faschingszeit aus dem Würzburger Hofkeller überträgt.

So weit, so fest. Danach schlägt die Stunde der "3 aus 24"-Spieler. Dreierpäckchen-Vorschläge zur Güte: Wer es mit robust austeilenden Kabarettistinnen hat, entscheide sich für die Düsseldorfer Comödien-Debütantin Lisa Feller ("Ich komm’ jetzt öfter", 3. März), für Constanze Lindner, Trägerin des Bayerischen Kabarettpreises 2016 ("Miss Verständnis", 22. Oktober/31. Januar) und Tina Teubner, die, so viel Wortspiel-Zeit muss sein, aus Witzenhausen kommt ("Wenn du mich verlässt, komm ich mit", 9. Februar).

Aus der bajuwarischen Grantlerliga kommen Helmut Schleich ("Kauf, du Sau!", 27./28. Februar), Rolf Miller ("Obacht Miller — Se Return Of Se Normal One", 6./7. Juni) und Michael Altinger ("Schlaglicht", 21. Juni/18. Juli). Freunde handgemachter Musik und fränkisch-bayerischer Lebensart könnten sich erwärmen für D’Raith-Schwestern ("Eine Lederhose packt aus", 30. Oktober), Häisd’n Däisd ("Eigentlich g’hört draufg’haut", 19./20. März) und die Volkssängerrevue "BR-Brettlspitzen" (28./29. Januar). Mitmenschen, die lieber zappeln als sitzen bleiben, dürfte es zur Latino-Band Los Dos (31. Oktober), zur "Elvis Presley Show" (15. November) und zu den sensenrauschenden Alpin Drums ("Der Berg groovt!", 4. Februar) ziehen.

Als Publikums-Verblüffer unterwegs sind Mentalist Thorsten Havener ("Feuerproben", ab 6. November), Zauberer Marc Weide (26. Februar) und der physikalisch versierte Einstein-Frisurenträger Konrad Stöckel ("Wenn’s stinkt und kracht, ist’s Wissenschaft", 8. März). Die Comödie zum Tatort macht Miroslav Nemec, der Ende Januar seine Autobiografie präsentiert. Um musikalische Frauenpower kümmern sich Beatrice Kahl und Elke Wollmann ("Billie, Edith und Marlene") und die Tonic Sisters ("Let The Good Times Roll Again" im März, Juni und Juli).

Abo-Bestellungen sind auch in den nächsten Wochen noch problemlos möglich. Das Infoheft liegt in der Comödie aus, telefonische Auskünfte gibt es unter (09 11) 7 49 34 21. 

MATTHIAS BOLL

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Kultur