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Diese Stars gastierten im Nürnberger Karstadt-Kulturcafé

Wir blicken zurück auf die fast 30-jährige Ära der Reihe in dem Kaufhaus - 02.07.2020 11:54 Uhr

Vorsicht vor singenden Schauspielern! Auch Uwe Ochsenknecht war zu Gast im Karstadt-Kulturcafé an der Nürnberger Lorenzkirche.

© Eduard Weigert


Die Bühne war niedrig, die Decke hing tief. Hinein ging es durch den Personaleingang respektive über eine kahle Hinterhoftreppe. Drinnen saß man an kleinen Tischchen im Raum verteilt und genoss Livemusik vorwiegend aus den Bereichen Jazz und Weltmusik, aber auch Kabarett, Lesungen und klassische Kleinkunst.

Die Rede ist vom Karstadt-Kulturcafé, in dem 28 Jahre lang über 1000 Veranstaltungen stattfanden - im Stammhaus an der Nürnberger Lorenzkirche. Schauplatz war die hauseigene Cafeteria, die sich nach Ladenschluss regelmäßig in eine Livebühne verwandelte.

Manch einer staunte

Manch ein Künstler soll dem Vernehmen nach gestaunt haben, als er erfuhr, dass er in Nürnberg in einem Kaufhaus - das nun bekanntlich geschlossen werden soll - auftreten soll. Hier und da soll im Vorfeld wohl auch ein wenig Überzeugungsarbeit vonnöten gewesen sein. Doch das Karstadt-Kulturcafé etablierte sich über die Jahre als feste wenngleich ein wenig gewöhnungsbedürftige Spielstätte mitten in der Nürnberger Innenstadt.

Und die Namen der Künstlerinnen und Künstler, die in alle den Jahren bei "Kunst-Kultur-Karstadt" aufgetreten sind, kann sich sehen lassen: Dave Brubeck etwa und Miriam Makeba, Juliette Greco, Dianne Reeves, Dee Dee Bridgewater, Herman van Veen, Esther Ofarim, Konstantin Wecker, Heinz Rudolf Kunze, Manu Katché, Will Quadflieg, Hannelore Elsner, Gudrun Landgrebe, Senta Berger, Klaus Doldinger, Chris Barber und Nils Landgren.
BAP-Chef Wolfgang Niedecken huldigte Bob Dylan, Uwe Ochsenknecht versuchte sich als Sänger und Roger Willemsen sinnierte über die Liebe. Der Tenor Rudolf Schock absolvierte im Dezember 1985 einen seiner letzten öffentlichen Auftritte bei Karstadt in Nürnberg.

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Stars im Nürnberger Kaufhaus: Das Karstadt-Kulturcafé

Karstadt hatte in Nürnberg ein Alleinstellungsmerkmal als Warenhauskette: Eigene, regelmäßige Kulturveranstaltungen im Stammhaus an der Lorenzkirche. Als Bühne diente die hauseigene Cafeteria, die sich nach Ladenschluss in das Karstadt-Kulturcafé verwandelte. Wir haben in unserem Foto-Archiv gegraben.


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