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DJs in Not: Musikalischer Protest auf Bayerns Balkonen

Discjockeys wollen auf die Situation ihrer Branche in der Coronakrise aufmerksam machen - 07.07.2020 14:43 Uhr

Die Zunft der Discjockeys leidet extrem unter den wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise. Mit Balkonkonzerten am 25. Juli wollen viele DJs auf die existenzbedrohende Situation ihrer Branche aufmerksam machen.

© Alain Jocard/afp


"Stellt euch vor, es ist Samstag, und plötzlich geht Punkt 18 Uhr auf allen Balkonen in der Stadt, nein besser noch im ganzen Land, die Musik an", schreibt der Discjockey-Verband auf ihrer Facebook-Seite und lädt alle DJs im Freistaat zu einer musikalischen Protestaktion am 25. Juli ein. Das Motto der Balkonkonzerte: "Wir werden laut, DJs gehören in die Clubs, und nicht auf den Balkon“.

DJs und Musiker sollen ihre Musikanlagen und, wenn vorhanden, ihr DJ-Equipment auf die Balkone schleppen. Jeder könne mitmachen, und wer selbst nicht auflegen könne, könne seine Kollegen zumindest unterstützen und einen der vielen Internet-Streams wiedergeben, die für diesen Tag geplant sind.

Dies ist nicht die erste öffentliche Aktion von DJs, um gegen die coronabedingten Einschränkungen für die Branche zu protestieren. So fand am 1. Juli ein Autokorso durch Berlin statt, mit dem die Szene auf die existenzbedrohende Lage ihrer Mitglieder aufmerksam machen wollte. "Lasst uns den Politikern und der ganzen Welt zeigen, dass wir nicht nur eine Spaßbranche sind, sondern ein wichtiger Teil der Gesellschaft, der Wirtschaft und des sozialen Lebens", appellierten die Initiatoren an die Vertreter der Kultur- und Veranstaltungsbranche.

aar

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