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Endlich wieder live: Im Hirsch steigen schon bald Konzerte

Es bleibt aber nach wie vor kompliziert - 13.07.2020 06:00 Uhr

Bald steigen im Hirsch wieder Konzerte im Biergarten - Was das Kulturprogramm drinnen angeht, bleibt es aber weiterhin schwierig.

© Roland Fengler


Nach monatelanger Zwangspause finden im Musikclub Hirsch in Nürnberg die ersten Konzerte statt. Das Motto lautet "Endlich wieder live!". Doch um in der Sprechart von Facebook zu bleiben: Es bleibt kompliziert.

Neun Konzerttermine hat das Team vom Concertbüro Franken (CBF) für den von ihm bespielten Hirsch aus dem Hut gezaubert – open air, unplugged und bestuhlt, mit überwiegend lokalen und regionalen Künstlern im auf 200 Besucher beschränkten Biergarten vor dem Club in der Nürnberger Südstadt (Vogelweiherstraße 66).

Das Kellerkommando hat sich nach den Bamberger Biergärten benannt – und passt auch diesbezüglich gut ins Freiluftkonzept des Musikbetriebs im Hirsch.

© Foto: Toni Hinterholzinger/PR


Das ist immerhin etwas – und endlich wieder live mit Bühne und Publikum. Nicht nur online oder im Autokino. Los geht’s mit einem Heimspiel des Gostenhofer Barden El Mago Masin am Freitag, 17. Juli. Es folgen Gastspiele von Brachial-Comedian Bembers (24. Juli), dem Kellerkommando aus Bamberg (31. Juli), dem Trio O’Malley (Irish, Scottish & American Folk, am 6. August), der AC/DC-Tribute-Band AM/FM im konzentrierten Duo-Format (7. August), den Gossenpoeten (14. August), der australischen Blues- und Soul-Sängerin Jade McRae (27. August, Support: Ramrods), dem Anarcho-Liedermacher Götz Widmann (28. August) sowie von Kai & Funky von Ton Steine Scherben mit Gymmick (4. September).

Einlass ist jeweils um 18.30 Uhr, die Konzerte fangen um 19.30 Uhr an. Der Vorverkauf läuft ausschließlich über die Hirsch-Homepage, was gerade für Gruppen beziehungsweise Besucher aus einem Haushalt interessant ist, weil sie dann auch gemeinsam sitzen dürfen (maximal acht Personen an einem Tisch).

Was das Kulturprogramm drinnen im Club angeht, bleibt es weiterhin schwierig – und schwammig, was die Vorgaben angeht. Von einer "atmenden Kapazität" ist aktuell die Rede. Soll heißen: in den Hirsch rein dürften derzeit 120 bis 200 Menschen – abhängig davon, ob lauter Einzelpersonen kommen (dann 120) oder ob diverse Haushalte in Gruppen anrücken (dann Tendenz zu 200).

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Doch dem Hirsch-Team kann das letztlich egal sein, dann in solchen Größenordnungen ist wirtschaftliches Arbeiten ohnehin schlicht unmöglich. Auch eine Öffnung des Serenadenhofs für 400 Besucher oder des Frankenstadions für 1000 Menschen rechnet sich nicht – wie man das Konzept auch dreht und wendet. So ist die kleine Sommerreihe im Hirsch unterm Strich nicht mehr als ein Lebenszeichen, die Veranstalter selbst sprechen ironisch von "einem nachbarschaftlich organisierten Biergarten in der Südstadt" und freuen sich trotzdem oder gerade deshalb auf die anstehenden Unplugged-Konzerte und dass endlich wieder ein wenig Leben in – beziehungsweise vor – ihrem Club einkehrt.

Was den Ausblick in die nahe und mittelfristige Zukunft angeht, gibt man sich beim Concertbüro Franken keinen großen Illusionen hin. Nach wie vor hat der Gesetzgeber große Konzerte verboten und das Nachtleben eingefroren, den Betreibern von Clubs und Diskotheken aber noch immer keinerlei Perspektiven geöffnet. Der Herbst wird schwierig, den Winter werden sicher nicht alle Bühnen und Veranstalter überleben.

Gefreut hat man sich beim CBF, dass die meisten Menschen ihre für 2020 gekauften Eintrittskarten für Konzerte und vor allem für die hauseigenen Festivals ("Feuertanz", "Burning Beach", "Lieder am See") behalten haben. Für die meisten ausgefallenen Veranstaltungen gibt es auch schon Nachholtermine 2021, bei denen die bereits gelösten Tickets gültig bleiben.


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Stefan Gnad Kulturredaktion

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