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Fest mit herausragender Musik: Die Nürnberger Orgelwoche

Moritz Puschke will den Festivalcharakter der ION stärken - 13.06.2019 19:12 Uhr

„Nürnberg ist gerade im Sommer eine aufregende Festival-Stadt, die es mit künstlerischem Leben zu füllen gilt“, meint Moritz Puschke. der neue Intendant der ION. © Foto: Johanna Scheffel


 

 

Herr Puschke, beim Betrachten Ihres Programms sticht ins Auge, dass Sie gehobenem Anspruch keineswegs aus dem Weg gehen. Haben Sie der ION eine Qualitiätsoffensive verordnet?

Die einzige Vorgabe, die ich in den ION-Statuten gefunden habe, war die Maßgabe, Qualität zu liefern. In allem andern, wenn ich das richtig sehe, bin ich ziemlich frei. Ich versuche, die ION hinsichtlich des Programms, ihrer Dramaturgie und des Ereignis-Charakters zu einem Musikfest mit einer klaren Qualitätsbotschaft zu machen und das soll am besten schon gleich bei der ION-Nacht am ersten Abend sichtbar werden, bei der wir mit den hervorragenden Kirchenmusikern vor Ort und dem Einzelhandel zusammenarbeiten. Ich bin der Wirtschaft auch dankbar, dass sie es uns ermöglicht, alle zwölf Konzerte bei freiem Eintritt zu veranstalten.

 

Es ist auffällig, dass Sie bis hin zur neuen Homepage-Adresse nun ganz auf das Stichwort Musikfest setzen.

Tatsächlich ist es so, dass der Name Internationale Orgelwoche nicht richtig charakterisiert, was hier in den letzten Jahren gelaufen ist. Es ist für mich ein einladender Gestus zu sagen, wir feiern ein Fest mit herausragender Musik — verkennen dabei aber nicht, wo wir herkommen. Ich habe mir alle Programme seit 1951 angeschaut. Die ION war ja nie nur eine Orgelveranstaltung.

 

Wobei Sie sogar die Orgel wieder stärker in den Fokus rücken, wenn ich daran denke, dass St. Sebald und die Ernst von Siemens Musikstiftung an Philipp Maintz den Auftrag gaben, das Orgelwerk "Septimus Angelus" zu schreiben, das am 3. Juli von Bernhard Buttmann uraufgeführt werden wird.

Ja, das möchte ich dieses Mal einfach mal ausprobieren. Wobei es mir gar nicht nur um die musikalische Darbietung geht. Wenn wir schon so viele Experten vor Ort haben, dann müssen wir sie auch befragen, zum Beispiel wie sieht die Ausbildungssituation in der Alten Musik aus, oder wie ist die Jobsituation? Wir haben so viele reflektierte Künstler im Programm, dass sie bei einer ION auch mal von ihren Erfahrungen berichten sollen.

  

INTERVIEW: JENS VOSKAMP

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