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Frau für die Kunst: Fürth bekommt neue Galerie-Leiterin

Natalie de Ligt wird neue Leiterin der Städtischen Galerie - 21.01.2020 18:53 Uhr

Natalie DeLigt übernimmt die Leitung der Städtischen Galerie in Fürth. © Wonge Bergmann


Nachdem Gründungsdirektor Hans-Peter Miksch im September seine letzte Ausstellung eröffnen wird und damit in den Ruhestand geht, soll für die November-Schau bereits die neue Leitung zuständig sein: Natalie de Ligt.

Die Kunsthistorikerin, Kuratorin und Kunstkritikerin, geboren 1968, ist in der Region kein unbeschriebenes Blatt. Bevor de Ligt im Jahr 2002 nach Franken kam, um neue Leiterin des Kunstvereins Albrecht-Dürer-Gesellschaft zu werden, war sie zehn Jahre lang am Frankfurter Museum für Moderne Kunst beschäftigt.

Im Jahr 2007 nahm sie die Chance wahr, die damals neue Mainzer Kunsthalle "Kulturhafen" als Gründungsdirektorin zu eröffnen. Aus privaten Gründen kehrte sie nach Franken zurück. Der Kabarettist und Schauspieler Matthias Egersdörfer ist ihr Ehemann.

Erweiterung geplant

De Ligt hat eine monatliche Kunst-Kolumne im Szene-Magazin Curt, engagiert sich als Ausstellungsmacherin unter anderem für das Borgo-Ensemble und bringt sich in Gremien wie der Findungskomission für die Kulturpreise der Stadt Nürnberg ein. Und nicht zuletzt lebt sie seit Jahren in Fürth.

Hans-Peter Miksch ist mit der Wahl seiner Nachfolgerin sehr zufrieden, wie er sagt. Sie wird in den nächsten Jahren neben dem Ausstellungsbetrieb am Königsplatz 1 auch räumliche Veränderungen zu stemmen haben.

Verläuft alles nach Plan, wird sich die Kunst-Galerie räumlich erweitern und kann in die nah gelegene, bald frei werdende alte Feuerwache an der Königsstraße einziehen.

Fürth als Arbeits-Zentrum

Mit Natalie de Ligt verbindet der aktuelle Galerie-Leiter die Zuversicht, seine Arbeit in die Hände einer Kollegin übergehen zu lassen, die Fürth nicht nur als "Durchlauferhitzer für ihre Karriere" sieht, um dann die Stadt nach kurzer Zeit wieder zu verlassen.

Er selbst hat sich mit einem Mix aus regionaler, überregionaler und internationaler Kunst Respekt und Ansehen erworben. Bevor Miksch in den Ruhestand wechselt, wird seine letzte Schau buchstäblich strahlen. Vor 125 Jahren wurden die Röntgenstrahlen entdeckt – eine gute Steilvorlage für den britischen Fotokünstler Nick Veasey, den Miksch auserkoren hat, sein Abschiedsgruß zu werden.

 

CHRISTIAN MÜCKL

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