Samstag, 18.01.2020

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Klassentreffen im Zeichen des Schweinebratens

Nicht mehr aus dem Nürnberger Veranstaltungskalender wegzudenken: Das „Blues Will Eat“-Festival im Künstlerhaus - 07.03.2011

Zum sage und schreibe zwanzigsten Mal zeigt die fränkische Bluesszene beim alljährlichen „Blues Will Eat“- Festival geschlossene Präsenz. Schon lange nicht mehr aus dem regionalen Veranstaltungskalender wegzudenken, ist auch die Jubiläumsausgabe des Klassentreffens der Szene — ebenso wie der traditionelle „Big Schweinebraten“ — schon nach kurzer Zeit ausverkauft.

Mehr als tausend Besucher lockte die Jubiläums-Ausgabe des „Blues Will Eat“-Festivals ins Nürnberger Künstlerhaus. © Hans von Draminski


Im weitläufigen Klassenzimmer K4 strömen an diesem Samstagabend mehr als tausend Freunde des gepflegten Blues von einer Location in die nächste, um auch diesmal die „blauen“ Highlights aus dem zwölf Formationen starken Programm, zusammengestellt vom Veranstalterteam um „Blues Will Eat“-Urgestein Peter Bloß, herauszupicken. Zeit, um sich auf den Gängen bei einem ausgiebigen Plausch darüber auszutauschen, dass sich im Grunde nichts verändert hat, bleibt nur den wenigsten.

Die Kälte und vor allem der enggestrickte Zeitplan drängen Jung und Alt in die vier warmen, teilweise überfüllten Auftrittsstätten, in denen es neben den bekannten Grandseigneurs auch den ein oder anderen Newcomer zu entdecken gibt: Während im geräumigen Festsaal Rudi Madsius mit seiner siebenköpfigen Mannschaft kraftvollen Bluesrock im Big Band-Stil und mit etlichen musikalischen Querverweisen ertönen lässt, verzaubern ein Stockwerk weiter unten im Zentralcafé „Blue Heat“ mit ihrer Gastsängerin Andrea Schwanzer mit souligen Anleihen alle Anwesenden.

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Das Blues will eat Festival im K4

Zum sage und schreibe zwanzigsten Mal zeigt die fränkische Bluesszene beim alljährlichen „Blues Will Eat“- Festival geschlossene Präsenz.



Punkten können auch die Liedermacher „Bach3Barden1Band“, die bei ihrer Abschiedsvorstellung im schmucken und bestuhlten Hinterzimmer in bissigen Texten die fränkische Seele zum Lachen bringen. Musikalisches Chillen ist dagegen in der kuscheligen „Kulturwirtschaft“ angesagt, in der unter anderem die virtuose Szenegröße Klaus Brandl mit seiner Band emotionale Momente weitergibt.

Das Festival hat neben der (lokal-)kulturellen aber auch soziale Bedeutung, bietet es doch stets die Gelegenheit, aus den Augen verlorene Freunde und Bekannte zu treffen: „Viele sind hier, die ich schon lange nicht mehr gesehen hab“, wird so manch einer mit einem strahlenden Herzen bemerkt haben.

Und wenn, wie oft vernommen, so manchem Konzertbesucher ein euphorisches „5:0“ lautstark über die Lippen kommt, dann muss es für den Nürnberger Blues- und „Glubb“-Fan ein rundum gelungener Tag gewesen sein.

ANDI DOLLINGER

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