Leidenschaftliche Krimi-Autoren

5.5.2015, 19:49 Uhr
Siegfried Straßner, Gisela Grün, Georg Körner, Karoline Pauluhn, Gerhard Pausch, Christian Weis, Christiane Schus­ter, Johannes Jung, Anne Kersgaard und Britta Schnake schrieben nach Ansicht der Jury die zehn besten Franken-Krimis.

Siegfried Straßner, Gisela Grün, Georg Körner, Karoline Pauluhn, Gerhard Pausch, Christian Weis, Christiane Schus­ter, Johannes Jung, Anne Kersgaard und Britta Schnake schrieben nach Ansicht der Jury die zehn besten Franken-Krimis. © Pfrogner

In der Region schlummert ziemlich viel kriminelle Energiezumindest in literarischer Hinsicht. Das beweist die erneut hohe Teilnehmerzahl von Hobbyautoren am Wettbewerb um den 4. Fränkischen Krimipreis, der gestern Abend in der Nürnberger Tafelhalle vergeben wurde: 97 Texte waren eingegangen. Dabei hatten rein zahlenmäßig die Frauen die Nase vorn. 52 Beiträge kamen von weiblichen Autoren.

Bevor die Hobby-Autoren auf die Bühne durften, lasen bereits renommierte Kollegen wie Sigrun Arenz, Dirk Kruse und Veit Bronnenmeyer aus ihren neuesten Texten. Die liegen jetzt im druckfrischen Buch „Tatort Franken No. 6“ vor. In dieser Krimi-Anthologie ist auch der von der sechsköpfigen Jury auserwählte Siegertext erschienen: Er stammt von Georg Körner, ein alter Bekannter bei dem Schreibwettbewerb. Körner hat bislang jedes Mal mitgemacht. Nun gewann er den mit 1000 Euro dotierten Hauptpreis. „Das Grab, so kühl und nass“ heißt seine Geschichte. Sie überzeugte die Jury neben ihrer poetischen und atmosphärischen Sprache nicht zuletzt mit einer überraschenden Schlusspointe.

Christine Schusters Geschichte "Steinschlag" über ein Scheidungskind, das zum Mörder am eigenen Vater wird, bekam den mit 250 Euro dotierten Publikumspreis. Leseprobe gefällig:  „Vor unserm Wohnblock steht’n Bullenauto. Voll krass, wie schnell die mich gefunden haben. Dabei hab ich echt aufgepasst wegen Spuren und so. Und’n bissel geschneit hat’s auch, besser konnt’s also gar nicht laufen. Naja mal abwarten. Ich sag auf jeden Fall nichts, rein gar nichts . . .“

Den 2. Preis und einen Büchergutschein im Wert von 200 Euro erhielt Anne Kersgaard für den Beitrag „Im Bruch“. Über den 3. Preis und einen Büchergutschein (100 Euro) durfte sich Christian Weis für seine Geschichte „Greenhorn“ freuen.

Zwischen 14 und 75 Jahren sind die Teilnehmer alt und kommen nicht nur aus Franken. Auch gebürtige Russen, Tschechen, eine Rumänin, eine Dänin und eine Argentinierin haben Texte eingereicht.

 

 

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