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Millionenhilfen für Clubs, Theater und Musiker in Bayern

Kultur in der Corona-Krise: Freistaat Bayern plant finanzielle Unterstützung - 01.07.2020 16:24 Uhr

Auf diversen Bühnen wurde (wie hier am Staatstheater Nürnberg) zuletzt der Betrieb teilweise wieder aufgenommen. Dennoch sehen sich zahlreiche Spielstätten mit Geldnöten konfrontiert. Der Freistaat Bayern plant entsprechende Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung.

© Staatstheater Nürnberg / David Klumpp


Bei vielen Betrieben gehe es um die Existenz, erklärte Kunstminister Bernd Sibler (CSU) die Maßnahmen am Mittwoch in München. Die Programme sind Teil des 210 Millionen Euro schweren Kultur-Rettungsschirms in Bayern. Kleine und mittlere Spielstätten können jeweils bis zu 300.000 Euro beantragen, wenn sie für das zweite Halbjahr plausibel in Geldnöten sind. Laut Sibler werden Ausgaben wie die Miete, Kredite, Personalkosten und auch ein fiktiver Lohn für die Betreiber berücksichtigt.

Axel Ballreich, Vorsitzender des Deutschen Musikspielstättenverbandes Livekomm und Betreiber eines Clubs in Nürnberg, lobte die Maßnahmen. Im Vergleich mit ähnlichen Hilfen des Bundes und anderer Bundesländer seien diese von hoher Qualität.

Dennoch geht er davon aus, dass es nicht alle Spielstätten schaffen werden. Man müsse aber versuchen, die zu erwartende Insolvenzwelle gering zu halten, sagte Ballreich. Ein Normalbetrieb werde wohl nicht vor Ende des Jahres möglich sein. Bernd Schweinar vom Verband für Popkultur in Bayern sprach von weiteren Baustellen. Da sei man aber bereits in einem konstruktiven Dialog.

Viele Häuser hoffen, dass bald mehr Besucher kommen dürfen. Derzeit sind im Inneren unabhängig von der Größe der Räume maximal 100 Gäste zugelassen. Es gebe bereits Konzepte, man müsse aber Schritt für Schritt vorgehen, sagte Sibler. Nähere Angaben machte er nicht. "Ich hoffe, dass wir in den nächsten Tagen weitere Schritte gehen können."

dpa

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