Samstag, 14.12.2019

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NN-Rockbühne: RC-Plane stehen im Finale!

Formation hat in letzter Vorrunde ein Ticket für die Finalnacht gelöst - 28.09.2019 11:06 Uhr

RC-Plane: Die vier Ansbacher schafften es ins Finale. © Edgar Pfrogner


Die 90er sind zurück – und wie. Das verrät nicht nur ein Blick auf das kommende Programm von Rock im Park. Dort würden RC-Plane nachgerade perfekt reinpassen mit ihrem Stilmix aus den Red Hot Chili Peppers (Musik) und Rage Against The Machine (Gesang). Funkrock – die Musiker selbst sprechen von Pfunk – mit leichter Crossover-Schlagseite ist angesagt. Voll 90er, wir hatten es schon.

Die Musiker haben die T-Shirts schon aus, als sie die Bühne im Quibble betreten – was dem Publikum signalisieren soll: Hier wird heute ordentlich gearbeitet und geschwitzt. Barfuß mit Vollbart machen sich die vier Ansbacher mit dem seltsamen Bandnamen auf die Suche nach dem Mördergroove. Die unprätentiöse Truppe ist vor vier Jahren schon einmal bei der NN-Rockbühne angetreten. Diesmal klappte es: Die Jury befand ihren treibenden Funkrock für endspieltauglich und winkte Lorenz Gruber (Gesang), Timon Seydel (Bass), Johann Grillenbeck (Gitarre) und Andreas Ridder (Schlagzeug) freudig weiter. Auf Wiedersehen im Finale!

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NN-Rockbühne 2019: Die Final-Bands sind gefunden

Die vier Bands, die im Finale der NN-Rockbühne 2019 spielen werden, sind gefunden: Im Nürnberger Jugendzentrum Quibble spielten sich das Ansbacher Funkrock-Quartett RC-Plane mit einem soliden Auftritt in die Endausscheidung. Am Freitagabend spielten außerdem die Bands Stellar, Sick Of Sorrow und NoPhuture.


Stellar auf Platz 2

Ganz knapp auf Platz 2 landeten Stellar – und auch die sind alte Bekannte. Zumindest Sängerin Stella Popp: Die gewann mit ihrer anderen Band Dandylion Revenge vor fünf Jahren die NN-Rockbühne. Jetzt ist sie zurück mit ihrer eigenen Formation – stilistisch ganz anders und als Sängerin und Frontfrau deutlich gereift. Der Pop-Rock (mit Schwerpunkt auf Pop) von Stellar klingt zwar noch ein wenig arg gewollt – typisches Malen nach Zahlen, wie man es von Bands, die an einer Berufsfachschule für Musik zusammengefunden haben, kennt. Aber: Nicht uninteressant das Ganze. Und definitiv eine Band, die man im Auge behalten wird.


NN-Rockbühne: Zweiter Finalteilnehmer steht fest


Das obligatorische Geballer vom Fass lieferten diesmal Sick Of Sorrow aus Fürth, die sich im fünften Bandjahr mit "Indie-Core" jüngst ihr eigens Subgenre eingerichtet haben. Gleichwohl, für’s ungeübte Ohr klingen die fünf Musiker wie all die drölfzig anderen Metalcore-Kapellen mit den schicken Bandnamen aus dem Großraum. Vielleicht schreiten Sick Of Sorrow ein My progressiver und reduzierter vom Schlagzeug her ans Werk, während Sänger Korbinian Kessler seinen guturalen Gesang bis zum Anschlag ausreizt.

Alles andere als gut

Komplettes Kontrastprogramm zu den bis ins Detail ausgecheckten (und fast schon geschleckten) Sick Of Sorrow lieferten NoPhuture. Die Nürnberger Schulband spielt Rumpelpunk nach der bewährten Devise "stumpf ist Trumpf". Vier Schulfreunde, die optisch noch weniger zusammenpassen als die schrecklichen Jennifer Rostock. Keiner kann was, aber alle haben Bock. Wettbewerbsvorteil: NoPhuture haben ihre halbe Schule mitgebracht, die vor der Bühne vom Fleck weg ordentlich Stimmung macht und das Quartett nach Kräften feiert. Eine Traube junger Menschen auf den alten The Clash-Feger "Should I Stay Or Should I Go?" steilgehen zu sehen, das hat schon was.

Fröhlich übt sich die Jugend vor der Bühne im Rempeltanz, als Rausschmeißer gibt es von NoPhuture eine okaye Version des totgenudelten "Killing In The Name Of" (auch so eine Nummer, die man eigentlich nicht covert). Sehr räudig, ganz unterhaltsam, aber alles andere als gut.

Damit steht das Aufgebot für das Finale der NN-Rockbühne, das am 23. November im Musikclub Hirsch in Nürnberg stattfinden wird. Um Satz und Sieg spielen die Bands Strife 85 (90’sPop-Punk aus Wendelstein/Schwanstetten/Schwabach), Impvlse (Progressiver Metalcore aus Nürnberg), RC-Plane (Alternative-/Funk-Rock aus Ansbach) und Stop Inside (PopPunk aus Würzburg). Der Finalsieger darf bei Rock im Park 2020 auftreten, der Zweitplatzierte beim Taubertal-Open Air. Platz drei kriegt einen Slot auf dem Biberttal-Festival, der vierte Sieger bei „Rock hinter der Burg“ in Hilpoltstein.

gnad

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