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Nürnberger Kammermusikfestival auf neuen Wegen

Das "Bridging Arts"-Programm führt vom Johannis-Friedhof bis in den Kunstbunker - 05.09.2019 11:15 Uhr

Plante das Programm: Gastkurator Nicholas Rimmer. © Foto: Irene Zander


Neue Wege gehören zum Konzept der Reihe und so probiert man erstmals das Kuratorenprinzip zur Programmfindung aus. Der 38-jährige britische Pianist Nicholas Rimmer entwickelte seine Vorstellungen zum Thema "Liebe in der Fremde". In elf Konzerten soll die Gastfreundschaft gefeiert werden und das von mittags bis spät in die Nacht.

Feldman auf dem Friedhof

Mittags findet vom 10. bis 14. September die Schnupper-Reihe "Eine gute halbe Stunde" in der Musikbibliothek (Gewerbemuseumsplatz 4) statt, die Festivaldramaturg Michael Kerstan moderieren wird. Eher für Nachtschwärmer geeignet sind die Klangproben in der Aussegnungshalle des St. Johannis-Friedhofs mit Morton Feldmans "Crippled Symmetry" (13. September, 23.15 bis 0.45 Uhr) oder der mit "Skandal!" betitelte Termin am 14. September um 22 Uhr im Kunstbunker (Bauhof 9), wo ein buntes Kaleidoskop an Tönen von Franz Schubert bis Daniel Schnyder auf geneigte Ohren wartet.

Das offizielle Eröffnungskonzert geht am 13. September ab 19.30 Uhr im Orchestersaal der Musikhochschule (Veilhofstraße 34) über die Bühne. Dabei wird Programm-Gestalter Nicholas Rimmer vielfach im pianistischen Einsatz sein, unter anderem als Teil des Trio Gaspard im "Notturno" (D 897) von Franz Schubert.

In der Marthakirche (Königstraße) werden am 14. September um 19.30 Uhr Kompositionen von Haydn, Bartók, Dvorák und Kurt Weill aufeinander treffen. Genau dort soll es am Sonntag ab 11.30 Uhr auch mystisch zugehen mit Werken von Hildegard von Bingen, Iannis Xenakis, Heitor Villa-Lobos und Johann Sebastian Bach. Als besondere Rarität erklingt dann die 5. Sinfonie "Amen" der russischen Einzelgängerin Galina Iwanowna Ustwolskaja (1919–2006), die neben Sofia Gubaidulina als bedeutendste Komponistin Russlands im 20. Jahrhundert gilt.

Nun liegt es an den eigenen Ohren, wieviel Gastfreiheit sie zuzulassen bereit sind. . .

Weitere Informationen unter www.bridgingarts.de; Karten unter Tel. 09 11 / 2 16 27 77. 

JENS VOSKAMP

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