Sonntag, 08.12.2019

|

zum Thema

Seiler und Speer in Nürnberg: Leiwand!

Super Stimmung im Löwensaal beim Gastspiel des Wiener Duos mit Band - 29.11.2019 13:01 Uhr

Wiener Schmäh im Löwensaal: Seiler und Speer in Nürnberg. © erl


"Ham kumst" hieß der Kracher vor vier Jahren, mit dem Seiler und Speer, das lässige Doppelpack aus Wien, mit einem Schlag im gesamten deutschsprachigen Raum durch die Decke gingen. Die Ballade von der durchgezechten Nacht, die mit Scheidungskrieg und "Tatütata" endet, war wie gemacht für ein One-Hit-Wonder.

War schon ein schöner Erfolg, und natürlich spielen die beiden den Kracher am Ende auch. Singen müssen sie dabei kaum, das übernimmt die Halle, textsicher.  Die zwei Stunden vorher rocken der Schauspieler und Kabarettist  Christopher Seiler und der Filmemacher und Hobby-Gitarrist Bernhard Speer mit Energie, urkomischen oder auch nachdenklichen Texten und Musik zwischen Rock und Beat, die einfach Wumms hat.

Das liegt auch an der Tour-Band: Am Anfang sogar mit Trompete und Posaune, später "nur" noch mit dem Rest aus exzellenten Leuten an Percussion, Gitarre, Bass und Drums. Da brodelt es sofort im überhitzten Löwensaal. 

Aus dem Wiener Spaßprojekt (O-Ton Seiler:  „I nimm grundsätzlich nie wos ernst. I nimm mi nedamoi söwa ernst") wurde längst eine sehr ernst zu nehmende Austro-Poprock-Formation, die auf ihrer ausverkauften Tour auf treue Fans zählen kann: Sogar mit besinnlichen Balladen wie "Oid wean" oder "Ala bin" begeistern die Wiener - und zwar quer durch die Generationen, die zum Konzert gepilgert sind und aus voller Kehler mitsingen.

Richtige Philosophen sind da am Werk, aber der Spaß überwiegt. Der "Herr Inspektor" läuft längst Falkos legendärem "Kommissar" den Rang ab - und schließlich kann man quasi jede Lebenslage auf Wienerisch charmanter erzählen als in allen anderen Dialekten. Also: Weitermachen!

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus dem Ressort: Kultur