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SommerNachtFilmFestival: Das sind die Highlights

Nicht nur bei den Veranstaltungsorten ist große Abwechslung ist geboten - 09.08.2019 10:00 Uhr

Am 31. Juli wurde das SommerNachtFilmFestival in der Desi-Arena mit der Band Rody Reyes & Havanna con Klasse eröffnet. © Michael Matejka, NNZ


Kletterhallen sind momentan die modernen Fitnesstempel. Das ist auch den Veranstaltern des SommerNachtFilmFestivals nicht entgangen und deshalb gibt es heuer für Bergfreunde ein ganz besonderes Angebot. Der Außenbereich der Boulderhalle „Der Steinbock“ in Zirndorf wird kurzerhand zum Kinospielort umfunktioniert. Noch bis 9. August gibt es dort Bergfilme zu sehen. Am Freitag, 9. August, wird dort unter anderem die spektakulär umgesetzte Dokumentation von Hans Kammerlanders Besteigung des „Manaslu – Berg der Seelen“ für Nervenkitzel bei den Besuchern sorgen. Filmbeginn ist um 21 Uhr.

Das Picknickkino am Marienbergpark geht in den Endspurt, wenn auch ganz gemächlich mit nur mit „25 km/h“: am Samstagabend verwirklichen zwei ungleichen Brüder, gespielt von Bjarne Mädel und Lars Eidinger, ihren Jugendtraum und fahren einmal mit dem Mofa quer durch Deutschland. Ein Roadmovie der besonderen Art. Los geht's um 21 Uhr.

Zombie-Parodie nimmt Trump aufs Korn

Nachdem in der Desi am Samstagabend um 21 Uhr Jim Jarmuschs Zombie-Parodie „The Dead Don’t Die“ das Amerika unter Donald Trump bitterböse aufs Korn nimmt, bekommen dort am Sonntag (ebenfalls um 21 Uhr) die kurzen Werke ihre Bühne: Die Filmemacher Sophie und Janis haben sich unterm Jahr auf den Festivals der Republik umgesehen, ihre Kontakte spielen lassen und die Lieblinge des Kurzfilmgenres zu einer bunten Show zusammengestellt.

Der grantlige „Monsieur Claude 2“ hat in der Fortsetzung des französischen Kassenknüllers wieder andere Pläne als seine Schwiegersöhne – die wollen nämlich allesamt aus unterschiedlichen Gründen auswandern. Und so macht Claude ihnen das eigene Land schmackhaft, so gut er kann – und schreckt auch vor der ein oder anderen Inszenierung nicht zurück. An der Bleiche in Erlangen kann man am Sonntagabend ab 20 Uhr das Wochenende mit dieser amüsanten Komödie heiter ausklingen lassen.

Ungewöhnliche Kino-Orte

Und der Start in die nächste Woche kann sich ebenfalls sehen lassen: Während in der Katharinenruine in Nürnberg der Festivalklassiker „Macho Man“ um 21 Uhr wieder für ein ausverkauftes Haus sorgen wird, gibt es im Krafft’schen Hof zur gleichen Zeit etwas für Musikliebhaber. Die britische Künstlerin M.I.A. ist mit ihrer Familie einst aus Sri Lanka eingewandert und will auch auf dem Höhepunkt ihres musikalischen Erfolgs politisch Stellung beziehen – was bei ihrem Umfeld nicht nur für Beifall sorgt. Der Dokumentarfilm „Matangi / Maya / M.I.A.“ begleitet sie bei ihrem Spagat zwischen Popbusiness und Politdiskurs.

Der Filmemacher Anselm Pahnke wird mit seinem Tourenrad am Montagabend um 20.30 Uhr am Spielort am Tiergarten vorbei rollen. Dort steht sein Film „Anderswo. Allein in Afrika“ auf dem Programm, zu dem er die ein oder andere Anekdote noch live beisteuern wird. Denn allein per Drahtesel durch die Wüste – das gehört unbestritten zu den Abenteuern, die sich nur wenige Menschen bislang zugetraut haben.

Karten zu den Veranstaltungen gibt es unter www.sommernachtfilmfestival.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen. 

Stefanie Taube Lokalredaktion

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